Lenninger Tal

Das neue Gremium kann durchstarten

Wahlen Die Besetzung sämtlicher Ausschüsse geht im Lenninger Gemeinderat einstimmig über die Bühne.

Lenningen. Der Lenninger Gemeinderat hat nun ein anderes Gesicht: Deutlich jünger und deutlich weiblicher ist das Gremium nach der Kommunalwahl vom 26. Mai geworden. Statt bislang drei bereichern künftig fünf Frauen die Diskussionen im Rund. Am Dienstag hat Bürgermeister Michael Schlecht die 18 Räte verpflichtet, die Hälfte davon Neulinge. An der Sitzverteilung hat sich nichts geändert: Wie bisher entsendet die Bürgerliche Wählervereinigung (BWV) 14 Gemeinderäte, die Lenninger Grüne Alternative Liste/Unabhängige Bürger Lenningen (LEGAL/UBL) weiterhin vier. „Wir werden keine neuen großen Projekte beginnen“, erklärte Michael Schlecht, zumal die Verwaltung teilweise unter Personalmangel leidet. So ist das Tiefbauamt nach der Verabschiedung von Peter Schaufler mit Simone Mayer lediglich mit einer Person besetzt.

Die Vorhaben, die bereits angeschoben worden sind, verlangen den Räten in den kommenden fünf Jahren jede Menge Entscheidungen ab: Allen voran nannte der Rathauschef die Ortskernsanierung Oberlenningen als gewaltiges Projekt. Auch die Zukunft des Scheufelen-Areals müsse der Gemeinderat begleiten. Dauerbrenner ist zudem der Bereich Bildung und Betreuung. „Neben der Ortsmitte Oberlenningen ist das Thema auch finanziell zentral“, so Michael Schlecht. Als Herkulesaufgabe bezeichnete er die Pflege der Infrastruktur. Sporthallen, Kindergärten und andere Einrichtungen gebe es in der Gemeinde durch die vielen Ortsteile immer vier- oder fünffach.

Bekenntnis zur Partnerschaft

Bereits vor der konstituierenden Sitzung hatten sich die BWV und LEGAL/UBL auf Vorschlagslisten für die Besetzung der Ausschüsse geeinigt. Die Wahlen gingen jeweils einstimmig über die Bühne. Ebenfalls reine Formsache war die Ernennung der stellvertretenden Bürgermeister: Erster ist Stimmenkönig Falk Kazmaier, zweiter Armin Diez und dritter Stellvertreter Karl Boßler. Alle drei sitzen für die BWV im Rund. Auch die Vertreter in weiteren Gremien wie in Verbandsversammlungen oder im interkommunalen Beirat Handel, Gewerbe und Tourismus wurden einvernehmlich gewählt.

Mit Alice Kurz (BWV) und Michaela Gernert (LEGAL/UBL) entsendet der Gemeinderat zwei neue Rätinnen in das Gremium der „Freunde der Partnerschaft“. Die Organisation kümmert sich um die Gemeindepartnerschaft mit Pouilly-en-Auxois. „Der Gemeinderat hat sich hier in den vergangenen Jahren vornehm zurückgehalten“, räumte Michael Schlecht ein. Er bekannte sich zu der Partnerschaft mit der französischen Kommune in Burgund. „Sie ist uns immer noch wichtig.“ Anke Kirsammer

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