Lenninger Tal

Das Tor zur Alb feiert Jubiläum

Umwelt Das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb, Anlaufstelle für Naturfreunde und Wanderer, besteht seit 25  Jahren. Mit einer Feierstunde wurde am gestrigen Sonntag die Jubiläumswoche eröffnet. Von Thomas Krytzner

Wer sich für die Natur und die Schwäbische Alb interssiert, ist im Naturschutzzentrum gut aufgehoben.  Foto: Thomas Krytzner
Wer sich für die Natur und die Schwäbische Alb interssiert, ist im Naturschutzzentrum gut aufgehoben. Foto: Thomas Krytzner

Über 500 000 Naturfreunde besuchten seit der Eröffnung am 3. Juli 1996 das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb und freuten sich über die zahlreichen Ausstellungen - oder nahmen an einer der über 6 000 Veranstaltungen teil. ...

Enenisgsls Lndraat Hniez erin,Egni red auch eirtdzreVnso edr tgutSnfi dse zrsruhueNztactmtun ,sti litg erd rtO lsa turemnZ rde ni.tlUgmwudleb mtZneru sit ide hihecebrDse vleie am drtoorN dre erd raaLtd.n iDe hpfoclhrecoS bAl ebha inee aierftsgkhznnuA ndu aitmd enei Btuunegde ni erd tnaintke ut.arN idns snu ut,sewsb assd es eid aBeclan nheczwsi Tuosruism ndu ruNta cabt.ruh Wri bear vro leaml e,endnkbe itm red Ntura shactma hanmt iHnze ergEni.in

Im lkcBi fau edi eg,nneVeirahgt red naLr,tad adss edr desaiLknr slEsngine sad ädGbeue stam emd mu-tateormnbSrhcirAl tasureL hnsco vor 53 Jehanr tefakgu ath. rE sti sda seert sierieengek hatztucrutrneNmzus ni Rdnu inee ioillnM kaMr hta edr edknLsira adlams in ied stere snasugAtutt stretineiv.

Den nteres cShub mebka sad umetnZr im Jarh 520,0 asl dei noessuDsinki mu inene ceghnilöm anlikNarotpa Alb chnec.ohkoth danf deseri run geniw slttel enziH inineErg imt ruaBedne ste.f hocD drei haeJr mka edr hru.urbcchD stntndae asd Abl ndu nei hraJ hzeeintec edi ecsonU asd tbeieG als intreern hsci raLatdn zniHe ngniEeri.

r E hezetbneic ads zstuztmrtuerNucahn sla oTr umz sit ine ewirgtihc steBaieldnt esd Als eeiMlntnesi in der hcGethicse des msnetZru etsih Heniz gEnnirie ned baumU nud ide Eweieugnrrt mi Jhar 01:12 sti etsi veneli reahJn fntsleualelA uernNuretfad nud Wr✀ena.red saD leiZ, erd edi rutaN uz e,inrbgn trvgfelo ads actNrnuurzsztmhuet auch unetr edr neuen nvo cMroa mnenhaDr teerwi. Er sti tsei rnaaJu edseis esaJrh saD Nnuzeztstmruracuth rtbeeut edi regchsutetaeiuztbN dnu

iDe " efrienAvlttla hgte

Der tauttSgrret lnagoWfg rRieme hecetbitr bie rde eeteiur,Fsnd sdsa dei aAefgubn sed zmuurhzutsarsnNtetc ni dne rgveneaengn rJhean mguenzomne e.ahbn edm igsuBfalgrtuand tis eid iknMiwutrg eib dre grnetBueu red ubetuihzetactegrNs Er tihes dsa ntuZrme huac sla iwhtigec nIenasrtllismteoof end kporeaG A.bl

r oztT ralel ederFu ads amn hauc denancehnk, eiw se mti red und dem zathcurNtus iestuh:sa eftvnliterAal tehg rukzcü udn dsei latu edr deeKrrlfe euidtS sorga ni den fglogWan mereRi ist nueezfrdi, ssad mde edr aenItnnrskeet mit emd uen esgfeacfnhen osäizrevtiBtedegiesnt atElihn oebgent eewdrn .llso Er h:natm rde nKtkpippu ni red ieallftV erd rNtua ster nilmea eirercht reod gar ti,s riwd es nithc ec,ihlt ied rwedei elzsh.enuretl Da eslolt reejd nhdke,canne asw re im ngnieee tnGaer neegg end rVsutle meheenunrnt ogfgaWln eriRem elbto sda aEtmnehr im naegnummashZ tim edm Nuuzmrrhtszacenttu hocShlepfrco :blA aD➀s ebldti eid ienbnuVgrd rzu sE rtchbau ied ndlrVokegelu dun entnIknskee.nre iSe ensteil neeni ntsDie dei

niE -loelC ndu erd ksuueshlMci Lnneignen mmhetuar ide turFiednees uernt edr iengutL nvo aeVr edlRoni imt ksuMi sua erd tSaneo in u-DrC nvo rgAlcanoe iCl.eolr

Vor 17 Millionen Jahren im Randecker Maar Zuhause

Ulrich Schmid ist von Schwebfliegen fasziniert. Foto: Thomas Krytzner
Ulrich Schmid ist von Schwebfliegen fasziniert. Foto: Thomas Krytzner

Lenningen. Oft verwechselt oder verkannt - die Schwebfliege. Ulrich Schmid, stellvertretender Direktor im Rosensteinmuseum, flachste an der Jubiläumsfeier: „Diese Tiere sind nicht der Mainstream, deshalb freue ich mich, die Faszination der Schwebfliege zu präsentieren.“ In seinem Vortrag über den Zweiflügler verriet Ulrich Schmid, dass in Deutschland rund 33 000 Arten von Insekten bekannt sind. „Darunter gibt es 561 Bienenarten und 467 verschiedene Schwebfliegensorten.“ Er bestätigte, dass in den vergangenen 40 Jahren rund 80 zusätzliche Arten entdeckt wurden. „Die Schwebfliege kommt in der Natur überall vor und ist ein wichtiger Dienstleis­ter im Ökosystem.“ Da die Bevölkerung die Leistung der Insekten nun vermehrt monetarisiere, gelte auch die Schwebfliege als wichtiger Bestäuber und Schädlingsbekämpfer im System. Er präzisierte: „Eine Schwebfliegenlarve verputzt in zehn Tagen rund 700 Blattläuse.“ Der Kreis vom Fressen und gefressen werden schließt sich, weil die Schwebfliegen als Nahrung für Vögel und Spinnen dienen.

Die Schwebfliegen haben eine besondere Eigenschaft, wie Ulrich Schmid berichtet: „Sie ziehen zu Beginn der kalten Jahreszeit wie die Zugvögel über hunderte Kilometer Richtung Süden und kommen im Frühjahr wieder.“ Oft werden die Tiere mit Wespen, Bienen oder Hummeln verwechselt. „Die typische schwarzgelbe Musterung dient der Abwehr.“ Die Schwebfliege geht mit dem natürlichen Trend der Menschen, stellt Ulrich Schmid fest: „Es gibt Vegetarier unter diesen Insekten, die Bärlauch als Nahrung lieben.“ Das Insekt gibt es bedeutend länger als die Menschen, wie der Naturwissenschaftler sagt: „Bereits vor 17 Millionen Jahren lebten Schwebfliegen am Uferbereich des Randecker Maars.“  Thomas Krytzner