Lenninger Tal

Das Tor zur Alb feiert Jubiläum

Umwelt Das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb, Anlaufstelle für Naturfreunde und Wanderer, besteht seit 25  Jahren. Mit einer Feierstunde wurde am gestrigen Sonntag die Jubiläumswoche eröffnet. Von Thomas Krytzner

Wer sich für die Natur und die Schwäbische Alb interssiert, ist im Naturschutzzentrum gut aufgehoben.  Foto: Thomas Krytzner
Wer sich für die Natur und die Schwäbische Alb interssiert, ist im Naturschutzzentrum gut aufgehoben. Foto: Thomas Krytzner

Über 500 000 Naturfreunde besuchten seit der Eröffnung am 3. Juli 1996 das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb und freuten sich über die zahlreichen Ausstellungen - oder nahmen an einer der über 6 000 Veranstaltungen teil.

Für ...

ensglnEssi dtnaaLr zienH irin,Eegn erd cahu trsVozeeidrn red fgSnttiu dse tstzztrrauNumhucne s,ti gtil red Ort sla nrtuemZ rde nmUtgwe.idllub rZemnut sti edi crhehbDiese veiel tievAkänitt am dNrroto rde red radna.Lt eDi oerpcSchhofl bAl aehb eeni utfgenshikzAnar dnu datim eein dunuBeegt ni red nenattik .aNtur isnd nus sbws,tue sdas es dei alaBnce nhizcesw ursomsTui udn uraNt bctr.auh rWi ebar ovr maell eknde,bne itm erd utaNr csamath tmnah zHeni innrg.eiE

Im ilckB fua eid gitrV,eheagenn erd Ltarda,n ssad dre sreniLdak einElnssg sad tsam mde mctr-leubaonirmhtSAr tuLrase hnosc rvo 35 ahrJen egftauk tah. rE tbs:gitäte tis dsa esetr eeeinrgsiek zusutmeaurtnczthNr in nuRd neie nililoM Mrka tha erd aiLnkreds sdmaal ni ide tseer atstsuuntgA .tnirstveie

De n nerets Subhc mekab das tnZmure mi rJah ,2005 las dei iskDnnsiosue mu nenie kprtlaniNoaa lAb tkoeh.hoccnh fand deeirs rnu ngiwe ettlsl iHnze gienrnEi tmi enuBaerd ef.st ochD deri aeJhr kma dre urbcr.uchhD snntdate ads Alb ndu nei Jarh htencizee ide Uoecsn ads Getibe lsa rnritene sich ntaLrad neizH r.gEennii

r E cnebetizeh ads tuNsurtthemcnruzaz sla roT zmu hBeäeb:ipgenrtiso ➀sE ist nei hwtigrcei nitseBaeldt des Asl lnsMinieete ni red iceethhGcs sed esZumtnr shtie neiHz engiirEn end uUamb ndu ide euEwgenrirt mi aJhr 2:101 tis etis vilene herJna ufnallseeltA druNtearunef dun Das Zle,i red ied Ntrua hnäer zu enrbn,ig evrgoftl ads hatrNmnuuuczzsetrt cahu treun erd neneu ovn Mrcao eDnnharm retewi. rE tis teis Jruaan edessi raseJh saD attznteuNumhsruczr ebtretu die igetruzabNeuhcstte und

i e"D fraenltlteviA hetg

D er ttgartSuetr lognWagf iemRer bcterhiet eib der rteiendFeu,s asds eid bgfAauen dse sutuzsurczmnartNhet in edn engnagnreev rhJnae onezngumem ba.hne med ulBaidgsfgarntu tis ied wuMkinrgti ibe rde uneutBrge der raNtieutubeshtezgc Er hesit das eumnrtZ cuah las hietciwg enlolatstsimfeIron für nde arkopGe hecShiwcsbä .Alb

Ttzor arlel eeuFrd dsa mna uhac nhnke,ncade wie es tim edr dnu dme Nrucathsuzt se:usathi leeatfAirnlvt hteg ruczkü nud isde latu dre Kfdeerlre teuSid agors in end lgogfnWa emeRri its ,eziedfurn sasd edm red eItnnsenarekt tmi dme nue snecnefgaehf Eahitnl ngeotbe weedrn so.ll Er hantm: red pKtppiunk ni erd tlaVfeli erd rtNua rets imanel tihecrer dero gra tsi, dwir es cthni lihcte, eid dreeiw enselu.lhzret aD ollets ederj rdüreb k,nednnhaec asw er im geenien treaGn ngeeg den tlerusV rhmneuetenn Wnagoflg iermeR lotbe das tnEmareh mi haeZugnsnamm imt emd theutnuaztzcrmrNsu ohSlhcocpefr :bAl litdbe ied bgiVrdnuen zur .rukeöelvgnB sE uarhtcb dei euVnlreldkgo und Inst.kenernknee iSe itnlsee neeni ntiesD ürf die

inE Ce-lol dun der hsukiMucles nenngeniL armmuhet edi dtresenFuie unetr edr ingetuL vno eraV edolniR mit uksiM sau edr tSeoan ni -CruD nov lnroegaAc r.eolilC

Vor 17 Millionen Jahren im Randecker Maar Zuhause

Ulrich Schmid ist von Schwebfliegen fasziniert. Foto: Thomas Krytzner
Ulrich Schmid ist von Schwebfliegen fasziniert. Foto: Thomas Krytzner

Lenningen. Oft verwechselt oder verkannt - die Schwebfliege. Ulrich Schmid, stellvertretender Direktor im Rosensteinmuseum, flachste an der Jubiläumsfeier: „Diese Tiere sind nicht der Mainstream, deshalb freue ich mich, die Faszination der Schwebfliege zu präsentieren.“ In seinem Vortrag über den Zweiflügler verriet Ulrich Schmid, dass in Deutschland rund 33 000 Arten von Insekten bekannt sind. „Darunter gibt es 561 Bienenarten und 467 verschiedene Schwebfliegensorten.“ Er bestätigte, dass in den vergangenen 40 Jahren rund 80 zusätzliche Arten entdeckt wurden. „Die Schwebfliege kommt in der Natur überall vor und ist ein wichtiger Dienstleis­ter im Ökosystem.“ Da die Bevölkerung die Leistung der Insekten nun vermehrt monetarisiere, gelte auch die Schwebfliege als wichtiger Bestäuber und Schädlingsbekämpfer im System. Er präzisierte: „Eine Schwebfliegenlarve verputzt in zehn Tagen rund 700 Blattläuse.“ Der Kreis vom Fressen und gefressen werden schließt sich, weil die Schwebfliegen als Nahrung für Vögel und Spinnen dienen.

Die Schwebfliegen haben eine besondere Eigenschaft, wie Ulrich Schmid berichtet: „Sie ziehen zu Beginn der kalten Jahreszeit wie die Zugvögel über hunderte Kilometer Richtung Süden und kommen im Frühjahr wieder.“ Oft werden die Tiere mit Wespen, Bienen oder Hummeln verwechselt. „Die typische schwarzgelbe Musterung dient der Abwehr.“ Die Schwebfliege geht mit dem natürlichen Trend der Menschen, stellt Ulrich Schmid fest: „Es gibt Vegetarier unter diesen Insekten, die Bärlauch als Nahrung lieben.“ Das Insekt gibt es bedeutend länger als die Menschen, wie der Naturwissenschaftler sagt: „Bereits vor 17 Millionen Jahren lebten Schwebfliegen am Uferbereich des Randecker Maars.“  Thomas Krytzner