Lenninger Tal

Demenz: Abdriften in eine eigene Welt

Hilfe Die Demenzkrankheit hat viele Ausprägungen und meist einen schleichenden Verlauf. Pflegende Angehörige sind mit den Folgen oft überfordert. Eine Seminarreihe will hier mit Informationen unterstützen.

Unter der Diagnose Demenz leiden nicht nur die direkt Betroffenen. Auch für pflegende Angehörige bedeutet das eine enorme physische wie psychische Belastung. Symbolfoto

Nach wie vor werden zwei Drittel aller Menschen mit Demenz zu Hause durch ihre Familien versorgt. Die Alzheimer-Erkrankung und andere Formen der Demenz sind langsam fortschreitende Erkrankungen, die sich über viele Jahre hinziehen können, und Angehörige stehen oft unter hohen psychischen und körperlichen Belastungen.

Deshalb bieten die Pflegekasse bei der Barmer Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg, die Vereine „Unser NETZ“ Lenningen-Owen und das „Aktive Helfen“ Erkenbrechtsweiler-Hochwang eine Seminarreihe für Angehörige von Menschen mit Demenz an. Unter dem Titel „Hilfe beim Helfen“ gibt diese Seminarreihe die Möglichkeit, dass die Angehörigen lernen, die Erkrankung besser zu verstehen. Zudem zeigt sie Möglichkeiten des Umgangs und Entlastungsmöglichkeiten auf. Eigenes Verhalten kann reflektiert werden. In der Gruppe kann gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.

Ab Montag, 23. Mai, bis zum 18. Juli erfahren die Teilnehmer an acht Abenden jeweils von 19 bis 21 Uhr mehr über das Krankheitsbild, die Möglichkeiten der Behandlung, den Umgang mit Betroffenen, Erleichterungen im Alltag, Entlastungsangebote und die letzte Lebensphase.

Jeder Termin bietet neben einem Informationsteil ausreichend Zeit für Fragen und Austausch. Die Teilnahme für Angehörige ist kostenfrei. pm

Anmeldungen zur Seminarreihe sind möglich unter der Nummer 0 70 26/37 01 98

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