Lenninger Tal

Der Bund schießt zwei Millionen zu

Kelten Für das geplante Tourismus-Zentrum Heidengraben am Burrenhof ist die erste große Förderzusage aus Berlin eingegangen. Jetzt ist Stuttgart am Zug.

Wo momentan lediglich Hinweistafeln stehen, wird künftig das Tourismuszentrum Heidengraben entstehen. Die Finanzierung scheint g
Wo momentan lediglich Hinweistafeln stehen, wird künftig das Tourismuszentrum Heidengraben entstehen. Die Finanzierung scheint gesichert. Foto: pr

Die Kelten nehmen weiter Fahrt auf!“, freuen sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth und Zweckverbandsvorsitzender und Grabenstettens Bürgermeister Roland Deh. Heute teilte die Staatsministerin Professor Monika Grütters dem Reutlinger Abgeordneten mit, dass zwei Millionen Euro in seinen Wahlkreis fließen.

Der landkreisübergreifende „Zweckverband Region am Heidengraben“ - bestehend aus den drei Gemeinden Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler - erhält diese Förderung auf Antrag des Landes Baden-Württemberg.

Das Geld für die Umsetzung des „Erlebnisfeld Heidengraben“ kommt aus dem Bundesprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) und wurde von den drei Gemeinden beantragt, die zusammen das Gebiet der ehemals größten keltischen Befestigung auf dem europäischen Kontinent erschließen. Mit diesem Förderprogramm unterstützt der Bund deutschlandweit Investitionen in den Erhalt und die Weiterentwicklung national bedeutsamer Kultureinrichtungen. „Der Bund stärkt gemeinsam mit den Ländern die kulturelle Infrastruktur der einzelnen Regionen in Deutschland. Damit trägt er dazu bei, die Kultur auch auf dem Land, nicht nur in den Metropolen, weiterzuentwickeln. In ganz Deutschland werden national bedeutende Kultureinrichtungen und Institutionen, die prägend für das nationale Kulturerbe sind, gefördert.

Ein einmaliger Schatz

Dass das Projekt „Erlebnisfeld Heidengraben“ eine solche großzügige Förderung erhält, zeige, welchen einmaligen Schatz man hier auf der Vorderen Alb habe, so Michael Donth. „Die Kelten-Anlage und das umliegende Gebiet ist ein zentraler Ort der Kulturvermittlung“, sagt der Abgeordnete.

Auch sein Bundestagskollege Michael Hennrich aus dem Wahlkreis Nürtingen, zu dem die Gemeinde Erkenbrechtsweiler gehört, ist begeistert über die Finanzspritze. „Damit kann das kulturelle und naturhistorische Erbe der Region am Heidengraben erschlossen und bewahrt werden“, erläutert Michael Hennrich.

Beide Abgeordnete haben das Projekt von Beginn an in Berlin unterstützt. Zudem loben sie die fortgeschrittene Konzeption der Gemeinden sowie ihre erheblichen Vorleistungen, die beispielgebend für andere Projekte seien.

Im Erlebnisfeld Heidengraben wollen die agierenden Gemeinden - ergänzend zum Kelten-Erlebnispfad, der in diesem Jahr eröffnet werden soll - das Naturerlebnis auf der Albhochfläche mit der Kultur verbinden und dies den Besuchern digital vermitteln. Dabei werden sie auch von den Landkreisen Reutlingen und Esslingen sowie den jeweiligen Regierungspräsidien und dem Land Baden-Württemberg unterstützt.

Nach dem positiven Zeichen aus Berlin hoffen die Initiatoren, dass das Land Baden-Württemberg seine finale Entscheidung in Sachen Keltenkonzept trifft und die drei Alb-Gemeinden ebenfalls unterstützen wird. Das wurde ja bereits in Aussicht gestellt, sodass die drei Bürgermeister Roland Deh, Siegmund Ganser und Roman Weiß davon ausgehen, dass mit dem Förderbescheid aus Berlin die zehnjährige Planungsphase vor dem Ende steht und damit eigentlich der Startschuss für die Umsetzung des Projektes „Erlebnisfeld Heidengraben“ erfolgt ist.

„Wir danken dem Bund für dieses klare Signal, aber auch insbesondere dem Land für die enorme Unterstützung und Ausdauer. Darauf haben wir lange gewartet und sind deshalb umso dankbarer. Wir freuen uns, das Projekt endlich realisieren zu können“, so die drei Bürgermeister.eb

Das Erlebnisfeld Heidengraben

Nach seiner Fertigstellung sollen im Erlebnisfeld Heidengraben Besucher über die frühere keltische Siedlung, die mit der Elsachstadt die größte keltische Siedlung des europäischen Festlandes beinhaltet, informiert werden. Die drei Gemeinden Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler sind mit etwa 1,6 Millionen an Vorleistung in die Planungsphase gegangen. Für die Umsetzung sind Zuschüsse von 4,5 bis fünf Millionen Euro nötig, von denen der Bund nun zwei Millionen Euro übernommen hat.eb

Anzeige