Lenninger Tal

Der Burghofweg bekommt eine neue Asphaltdecke

Haushalt Der Lenninger Gemeinderat sieht von tiefgreifenderen Arbeiten ab. Ein Konzept für den Hochwasserschutz kostet 50 000 Euro. Von Anke Kirsammer

Bereits mehrfach geflickt und von Rissen durchzogen ist der Weg unterhalb der Sulzburg.  BIs zum Burgstüble soll er samt Parkpla
Bereits mehrfach geflickt und von Rissen durchzogen ist der Weg unterhalb der Sulzburg. BIs zum Burgstüble soll er samt Parkplatz für 50¿000 Euro saniert werden.Foto: Markus Brändli

Dass der Weg unterhalb der Sulzburg gerichtet werden muss, steht außer Frage. Die Bürgerliche Wählervereinigung hatte im Zuge der Lenninger Haushaltsberatungen auf den maroden Zustand des asphaltierten Sträßchens aufmerksam gemacht. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, den Weg für 50 000 Euro zu sanieren. Dafür soll die Decke abgefräst und eine neue Asphaltschicht aufgebracht werden. Enthalten ist darin auch ein einfacher Ausbau des Parkplatzes unterhalb des Burgstübles. Ein Vollausbau des kompletten Weges inklusive der Verlegung von Wasser- und Abwasserleitung hätte mehrere Hunderttausend Euro gekostet. Nicht nur in den Augen von Bürgermeister Michael Schlecht ein „richtiger Hammer“. Von einem „Brocken“ sprach Gemeinderat Karl Boßler. „So lassen kann man den Weg aber auch nicht“, meinte er. „Sonst können dort in einem Jahr nur noch Schlepper fahren.“

Weitere 50 000 Euro an Mehrausgaben hat der Gemeinderat in den Haushaltsplan aufgenommen, um ein Konzept für den Hochwasserschutz aufzustellen. Auslöser sind aktuelle, landesweit erstellte Hochwassergefahrenkarten. Auf Flächen, die darin als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen sind, herrsche praktisch ein Bauverbot, so der Rathauschef. „Dort stehen auch Dinge drin, die uns beziehungsweise privaten Eigentümern Probleme bereiten.“ Die Aufgabe der Verwaltung sei deshalb, die Bevölkerung entsprechend zu informieren. „Wir müssen die Bürger unterstützen“, betonte Schlecht und räumte ein, die Dynamik des Themas unterschätzt zu haben.

Geringere Ausgaben als geplant fallen in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich beim Kauf von Feuerwehrfahrzeugen an. Statt der ursprünglich vorgesehenen 180 000 Euro werden 2018 und 2019 insgesamt nur 120 000 Euro fällig. Aktualisiert wurden unter anderem auch die Beträge für die Neugestaltung des Schlossrains in Oberlenningen, für den Ausbau des Stichwegs „Am Mühlbach“ in Brucken und die Gemeinschaftsschuppenanlage Schrot.

Der Gemeinderat stimmte der Sanierung des Schneckenbrunnens in Hochwang zu. Einen entsprechenden Antrag hatte die Bürgerliche Wählervereinigung gestellt. Ebenfalls grünes Licht gab es für den Vorstoß der Lenninger Grüne Alternative Liste/Unabhängige Bürger Lenningen (LEGAL/UBL), den Gitterzaun am Spiel- und Bolzplatz in Schlattstall zu erneuern. LEGAL hatte zudem angemahnt, in dem Ortsteil den Wall aus Plastiksäcken an der Schwarzen Lauter zu beseitigen. Eine Lösung dafür muss jedoch mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. Das von LEGAL beantragte Überprüfen weiterer Steuerungsmöglichkeiten der Straßenbeleuchtung wurde zugesagt.

Darüber hinaus soll die Musikschule Lenningen im ersten Halbjahr 2017 einen Bericht abgeben, sukzessive wird der Energieverbrauch in Gemeindegebäuden dokumentiert, und die Verwaltung wird eine Übersicht über dort notwendige kurz- und mittelfristige Investitionen vorlegen.

Neue Eckdaten für das Planwerk

Einige Beschlüsse führen im Haushaltsplan zu Änderungen: Die Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt erhöht sich durch die höheren Ausgaben um 165 000 auf 339 000 Euro. Der Finanzierungsbedarf im Vermögenshaushalt steigt auf gut 2,3 Millionen Euro. Das Geld soll dem „Sparstrumpf“ entnommen werden. Die Verwaltung plant, 2020 einen Kredit in Höhe von 279 000 Euro aufzunehmen. Unwägbarkeiten bergen jedoch noch etwaige Landesmittel für die Sanierung der Ortsmitte Oberlenningen.ank

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