Lenninger Tal

Der „Kelten-Erlebnis-Pfad“ nimmt langsam Gestalt an

Der neue „Kelten-Erlebnis-Pfad“ wird möglichst barrierearm gestaltet. Im Herbst soll er fertig sein.Foto: pr
Der neue „Kelten-Erlebnis-Pfad“ wird möglichst barrierearm gestaltet. Im Herbst soll er fertig sein. Foto: pr

Erkenbrechtsweiler. Mitte Juni war es so weit: Mit dem Bau der Stationen des Kelten-Erlebnis-Pfads wurde begonnen. Der multimediale und interaktive Weg ist Bestandteil des Projekts „Erlebnisfeld Heidengraben“, das die einstmals größte keltischen Siedlung auf dem europäischen Festland ins richtige Licht setzen soll. Bereits vor vielen Jahren haben sich die drei Gemeinden Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler dazu gemeinsam auf den Weg gemacht. Im letzten Jahr wurde das Vorhaben vonseiten der Landesregierung zum Pilotprojekt der Konzeption „Baden-Württemberg und seine Kelten“ erhoben. Im Rahmen dieses Programms soll vor allem das geplante Besucher- und Informationszentrum beim Burrenhof in größerem Umfang durch Bund und Land gefördert werden.

Der „Kelten-Erlebnis-Pfad“ ist dabei ein bedeutender Schritt. Gefördert durch das Unesco-Biosphärengebiet Schwäbische Alb sowie durch Leader Mittlere Alb entsteht mit ihm ein Erlebnis-Weg, den es in dieser Form noch nicht gibt. Auf sechs Kilometern erwarten die Besucher insgesamt neun Mitmach-, Erlebnis- und Informationsstationen. Die Besucherlenkung und Informationsvermittlung erfolgt dabei durch eine kostenfreie App, die ab September im Internet bezogen werden kann.

Mithilfe modernster Medien, virtueller 3D-Darstellungen, Hörspielsequenzen und Videos können die Besucher den Heidengraben in noch nie da gewesener Form neu entdecken. Neben Luftbildperspektiven und Realbildpanoramen bieten dazu unter anderem digitale 360-Grad-Rundum-Darstellungen die Möglichkeit, direkt vor Ort in die Welt der Kelten vor 2 000 Jahren einzutauchen. Noch im Herbst ist die offizielle Übergabe und Einweihung des Weges geplant. pm

Anzeige