Lenninger Tal

Der Klassiker kommt immer gut an

Hochgehberge Wer am Fuße der Teck aufwächst, für den gehört die Tour „hochgehadelt“ zum Standardprogramm, das gerne wiederholt wird. Bei Gästen lässt sich damit mächtig Eindruck schinden. Von Irene Strifler

Königlich ist die Aussicht vom Breitenstein Richtung Stuttgart. Hier ist links auch gut die Burg Teck zu sehen, die im weiteren
Königlich ist die Aussicht vom Breitenstein Richtung Stuttgart. Hier ist links auch gut die Burg Teck zu sehen, die im weiteren Verlauf der Wanderung nach einigen Höhenmetern mehr erreicht wird. Foto: Markus Brändli

Man braucht schon ein wenig Zeit und auch eine gute Portion Kondition, um die Tour „hochgehadelt“ anzugehen. Schließlich muss der Wanderer nicht nur 13 Kilometer Strecke, sondern dabei auch noch fast 600 Höhenmeter rauf und ebenso viele runter bewältigen. Dabei geht es buchstäblich über Stock und Stein. Etwas über vier Stunden gibt der Hochgehberge-Führer dafür an, und das haut hin. Wer ausgiebig Pausen macht, die Aussicht genießt und vielleicht sogar einkehrt, braucht auf jeden Fall länger.

Im Gegensatz zum Heftle sind die Teckboten-Tester nicht am Hörnle gestartet, sondern am Wanderparkplatz Bissinger See im Tal. Der Grund liegt auf der Hand: Lieber erst einen ordentlichen Anstieg knacken, Schweiß vergießen und dafür am Schluss nur noch tiefenentspannt gen Tal schlendern. Auch die Wanderrichtung weicht von der Empfehlung ab. Ziel ist in diesem Fall, kurz vor Schluss, wenn das meiste geschafft ist, auf der Teck zünftig einkehren zu können.

Am Startpunkt findet sich wie immer eine Tafel. Dank ihr kann man sich die gesamte Route kurz einprägen, ehe es zunächst auf breitem Wirtschaftsweg losgeht. Doch schon bald wird’s geradezu alpin, weswegen für diese Tour feste Wanderstiefel unbedingt anzuraten und auch Wanderstöcke zu empfehlen sind.

Der Wanderweg verlässt nach links den Fahrweg, wird zum Pfad und schlängelt sich den steilen Albtrauf durch den Wald hinauf auf den Breitenstein. Dass dabei einmal die Bissinger Steige überquert werden muss, ist ein kleiner Nachteil, ebenso der Verkehrslärm von der Steige. Trotzdem lässt sich das Naturschutzgebiet Eichhalde genießen und ein Blick auf die Trümmer der Ruine Hahnenkamm erhaschen. Entschädigt für alles wird der schwitzende Wanderer auf der Höhe des Breitensteins durch den bekannten wunderschönen Blick bis Stuttgart. Ins Bild schiebt sich von links ganz frech die Kulisse der Teck, die später noch erreicht wird.

Vom Breitenstein geht’s auf bequemem Weg direkt nach Ochsenwang - wer früher schon dort unterwegs war, wundert sich und tut sich schwer, die Richtung zum Weiler einzuschlagen. Tatsächlich gibt es ein Schild, das darauf hinweist, dass der frühere Pfad am Trauf verlegt wurde. Hinter Ochsenwang, wo’s sich trefflich einkehren und im Mörikehaus auch ein wenig Kultur schnuppern lässt, ist mit dem Bühl nach dem Breitenstein der zweithöchste Punkt der Tour erreicht. Der Pfad führt zur Straße Richtung Diepoldsburg, doch die kann in wenigen Minuten wieder verlassen werden. Nach rechts zweigt ein recht abenteuerlicher Traufweg ab, der erst über den verwunschenen Friedhof an der Diepoldsburg zur verwunschenen Ruine Rauber führt und danach in ein paar Kehren hinunter zum Sattelbogen.

Wer unter Zeitdruck steht, der kann vom Sattelbogen aus direkt zurück nach Bissingen wandern, was die Tour sehr variabel macht. Allerdings wäre es schade, den Aufstieg durch den bewaldeten Teckberg zu verpassen. Oben angekommen, beim Gelben Fels, werden alle Mühen mit traumhaften Ausblicken ins Lenninger Tal und bis über die Achalm hinaus entschädigt. Es dauert nicht lange, bis es mit der verträumten Einsamkeit vorbei ist. Je näher die Teck rückt, desto zahlreicher werden die Sportler, die per pedes oder mit dem Mountainbike den Burghof ansteuern. Kein Wunder: Wer kann diesem Ziel schon widerstehen?

Nach ausgiebiger Rast geht’s über den bequemen, viel begangenen Waldweg gemütlich runter zum Hörnle und von dort durch die Wiesen zurück nach Bissingen.- Eine Tour, die ausgesprochen abwechslungsreich ist und fordernd. Größere Kinder haben hier ihren Spaß, denn die Pfade sind abwechslungsreich, Höhlen und Bäume regen die Fantasie an.

Die Rundtour, die‘s in jeder Hinsicht in sich hat, startet man am besten unten in Bissingen am Wanderparkplatz am See, finden di
Die Rundtour, die‘s in jeder Hinsicht in sich hat, startet man am besten unten in Bissingen am Wanderparkplatzam See, finden die Teckboten-Tester. Karte: Hochgehberge
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