Lenninger Tal

Der Owener Gymnastiksaal wird bunter

Fassade Drei- oder zweifarbig – oder doch uni? Diese Frage stellte sich dem Owener Gemeinderat beim Teckhallen-Anbau.

Owen. Die Fassadengesaltung für den Gymnastikraum an der Teckhalle sorgte in der jüngsten Sitzung des Owener Gemeinderats für etwas Verwirrung. Wie soll sie farblich gestaltet werden? Der Architekt hatte drei Vorschläge mit Grüntönen unterbreitet. Die Platten können bei Variante eins in drei verschiedenen Nuancen angeordnet werden, bei der Variante zwei mit zwei und bei Variante drei schlicht einfarbig.

Für die bunt angeordnete Idee gab es bei der Abstimmung keine Mehrheit und für den zweifarbigen Vorschlag auch nicht - demnach wäre die Uni-Variante zum Zug gekommen. Doch dagegen regte sich vernehmlich Widerstand im Gremium. Also ließ Bürgermeisterin Verena Grötzinger auch darüber abstimmen, und siehe da, auch die einfarbige Lösung wurde abgelehnt. Darauf war klar, dass sich eine große Mehrheit für Mehrfarbigkeit aussprach. Am Ende war das Ergebnis deutlich: Eine große Mehrheit der Gemeinderäte sprach sich für die zweifarbige Gestaltung in Hell- und Limegrün aus. Die Kosten belaufen sich auf über 212 000 Euro.

Notwendig geworden war der Schritt, weil die Unterkonstruktion der Fassade einige Schäden aufweist. „Das war damals Stand der Technik“, begründete Verena Grötzinger unter anderem die Mängel. Mit der Maßnahme werde aber auch die Dämmung optimiert.

„Bei den Kosten ist mir die Kinnlade runtergefallen“, wurde Sibylle Schmid-Raichle deutlich und erntete dafür im Ratsrund Zustimmung. Holger Röcker erklärte: „So alt ist der Gymnastiksaal nicht. Wie kann es sein, dass Isoliermaterial fehlt? Das ist inakzeptabel. Kann man da jemand noch zur Rechenschaft ziehen?“, hegte er einen Hoffnungsschimmer. Der wurde jedoch von Verena Grötzinger zunichte gemacht: „Die Gewährleistung ist rum.“ Iris Häfner

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