Lenninger Tal

Der Teck-Neckar-Gau stärkt die Natur in der Region

Gauvorsitzender Erich Haas (in der Mitte stehend) eröffnet die Tagung, rechts daneben Präsident Dr. Rauchfuß. Foto: Bachmann
Gauvorsitzender Erich Haas (in der Mitte stehend) eröffnet die Tagung, rechts daneben Präsident Dr. Rauchfuß. Foto: Bachmann

Region. Der Teck-Neuffen-Gau des Schwäbischen Albvereins hat mit 70 Teilnehmern in der Kelter in Neckartailfingen getagt. Der Verein umfasst 30 Ortsgruppen mit über 6 100 Mitgliedern am Albtrauf. Der Vorsitzende Erich Haas eröffnete die Tagung. Der Präsident des Albvereins, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, beantworte Fragen der Mitglieder.

Ein Themenschwerpunkt bildete die Wegearbeit. So führen über 40 Kilometer des Hauptwanderwegs „Albsteig“ durch die Region Teck-Neuffen. Der Weg erhielt kürzlich auf der Tourismusmesse CMT das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ mittlerweile zum vierten Mal. Das Zertifikat muss alle drei Jahre erneuert werden. Es garantiert eine gute Markierung sowie zahlreiche Attraktionen entlang des Wegs. Im vergangenen Jahr haben Gauwegmeis­ter Erwin Fritz und die Wegewarte der Ortsgruppe deshalb große Teile des Alb­steigs überprüft, die Streckenführung verbessert und die Wege neu markiert - weg von Asphalt und befestigten Waldwegen hin zu mehr Naturpfaden.

Auch der Naturschutz war den Teilnehmern ein wichtiges Anliegen. So besitzt der Schwäbische Albverein wesentliche Teile des Naturschutzgebiets Schopflocher Moor, dem einzigen Hochmoor der Schwäbischen Alb. Die Fläche ist 75 Hektar groß. Unter anderem wächst dort der Fieberklee, die Blume des Jahres 2020. Der Schwäbische Albverein hat in den vergangenen Jahren intensiv an einer Wiedervernässung des Moors gearbeitet. Das Schopflocher Moor ist ein Hochmoor und damit von Niederschlägen abhängig. Der Landschaftspflegetrupp des Vereins verschloss dafür ehemalige Entwässerungsgräben mit Holzbohlen, um wieder mehr Wasser im Naturschutzgebiet zu halten. Von einem Schwellenweg aus können Besucher die Pflanzen und Tierwelt im Moor beobachten. Doch dieser Schwellenweg muss nun in den nächsten Jahren wieder aufwendig und kostenintensiv saniert werden.

Für Diskussionsstoff mit den Mitarbeiterinnen der Hauptgeschäftsstelle sorgte auch die in die Jahre gekommene elektronische Mitgliederverwaltung. Hier erhofft man sich eine benutzerfreundlichere Variante. Der Verein setzt auf das „digitale Zeitalter“.

Als dringlich wurden auch noch weitere Wanderbotschafter für den Verein angesehen. So ist der bekannte Redakteur Manuel Andrack ein Wanderbotschafter der Ortsgruppe Oberboihingen und des Teck-Neuffen-Gaus.be

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