Lenninger Tal

Die Magie der winterlichen Alb spüren

Ausflugstipp Nutzer der Wanderwege können wieder im Harpprechthaus Halt machen.

Das Harpprechthaus lädt nach dem Pächterwechsel längst wieder zur Rast für Wanderfreunde ein.Foto: Thomas Krytzner
Das Harpprechthaus lädt nach dem Pächterwechsel längst wieder zur Rast für Wanderfreunde ein.Foto: Thomas Krytzner

Lenningen. Die Feiertage um Weihnachten und Neujahr sind vorbei, das Jahr 2017 nimmt Fahrt auf. Manch einer ist vermutlich froh, dass das alte Jahr rum ist, und andere erinnern sich gerne an 2016. Für diejenigen, die sich durch angesetzte, überflüssige Pfunde an die Festtage erinnert fühlen, heißt es, die Reserven wieder los zu werden. Während sportlich Angehauchte mit Joggen und Lauftrainings dem Hüftspeck zu Leibe rücken, versuchen es viele andere mit Spaziergängen und Wanderungen, um dem verlorenen Sixpack wieder etwas näher zu kommen.

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Damit aber die körperliche Ertüchtigung auch was fürs Auge bietet, lockt die Schwäbische Alb mit ihren winterlichen Reizen. Überall in der Region gibt es Wanderwege auf den Anhöhen, die für jeden etwas bieten. So lohnt ein Ausflug zum Randecker Maar, um mit dem Wechsel von Sonne und Nebel die Magie der Jahreszeit zu spüren. Oder im Lenninger Stockert: Da gibt es kilometerlange Wege, die einen übers freie Feld, aber auch entlang dem Wald führen.

Egal, wo sich der geneigte Wanderer und Spaziergänger auf der Alb befindet, die Aussicht im Winter ist atemberaubend. Da, wo die Sonne nicht Herr über die Kälte wird, formt der Raureif eine zauberhafte Winterlandschaft. An anderen Stellen sieht man beim Blick in die Täler vielerorts Nebelmeere. Durch die kühle und klare Luft ist auch die Weitsicht garantiert, wenn es die Wolken zulassen. An sonnigen Tagen, wenn die Wiesen und Bäume angestrahlt werden, entstehen bereits erste leise Frühlingsgefühle, obwohl der Winter ja noch vorherrscht.

Satt von den vielen Eindrücken, müde vom Spaziergang oder der Wanderung und hungrig, bieten sich viele Gasthöfe oder Albhütten zum Verweilen an. So auch das Harpprechthaus vom Deutschen Alpenverein in Schopfloch. Nach dem Pächterwechsel und einer vierwöchigen Umbauphase ist die Albhütte seit rund zehn Wochen wieder geöffnet.

Mit den neuen Pächtern, der Familie Liedtke, hat sich zwar auch der Innenbereich gewandelt, aber vieles ist erhalten geblieben. Karola Liedtke über die Umbauphase: „Die Handwerker aus der Region haben in kurzer Zeit die geplanten Arbeiten durchgeführt. Die meisten kennen das Haus ja zum Teil besser als wir.“

Die Fußstapfen des vorherigen Pächterehepaars Eisele wollen gut ausgefüllt werden. „Das ist auch der Anspruch der Gäste“, vermutet sie. Wohl auch aus diesem Grund hat Familie Liedtke alle Mitarbeiter übernommen und fördert die Teambildung. Modernisierungen im Küchen- und Sanitärbereich hat es freilich gegeben. Sie unterstützen auf dem Weg in die neue Ära.

Die Speisekarte behält die Tradition der Schwäbischen Küche. Ergänzend kommen der asiatische und der vegane Touch hinzu. „Wir bringen auch Themenwochen auf den Tisch“, sagt Karola Liedtke. Seit der Wiedereröffnung zog es schon viele Einheimische und Touristen zum Harpprechthaus. „Gleich am ersten Wochenende war das Haus voll, über 500 Essen gingen über die Theke.“

Die neuen Pächter sind sich der langjährigen Geschichte der Alpenvereinshütte bewusst und knüpfen an das Bewährte an. „Die Gäste sollen die Füße unter den Tisch stellen und sich hier wohlfühlen.“ Gerade jetzt in den kalten Wintermonaten bietet die Familie Liedtke den durstigen und hungrigen Wanderern eine gemütliche Stube zum Aufwärmen. „Dabei können auch Schöpfgerichte und der Eintopf helfen“, erklärt Karola Liedtke. Ihr sind die erdverwurzelten Speisen wichtig.

Im Frühling wird auch die Terrasse noch rundumerneuert, zusätzlich ist der Zugang zu einer Liegewiese geplant. Karola Liedtke sinniert: „Ich stelle mir ein Idyll für Sportler, Spaziergänger und Genießer vor.“ Sie betont, dass sie noch einige Ideen hat, die sie mit ihrer Familie und ihrem Team in den nächsten Monaten und Jahren umsetzen will.

Von Mittwoch bis Sonntag ist die Schopflocher Hütte der Sektion Schwaben des Deutschen Alpenvereins jeweils ab 11.30 Uhr geöffnet.Thomas Krytzner