Lenninger Tal

Die Region klickt eifrig für „Mister Handwerk“

Voting Der Elektrotechniker Christof Ganzner aus Beuren ist im Handwerkerkalender 2018 zu sehen. Damit will er Werbung für seinen Beruf machen. Von Barbara Gosson

Christof Ganzner. Foto: Axel Weiss

Man sieht Christof Ganzner an, dass er etwas für seinen Körper tut: Mit Radfahren, Schwimmen und Laufen hält er sich fit. Der Beurener ist einer von zwölf Männern, die im Handwerkerkalender für 2018 zu sehen sind, und steht in der Endrunde der Wahl zum „Mister Handwerk 2018“. Der 34-Jährige ist von Beruf Elektrotechniker und arbeitet im Betrieb seiner Eltern in Beuren. Seine Leidenschaft für das Handwerk möchte Christof Ganzner auch anderen Menschen vermitteln. Aus diesem Grund hat er sich auf eine Ausschreibung des Handwerksblattes beworben, das Models für den Handwerkerkalender 2018 suchte.

Mit 19 anderen Männern kam Christof Ganzner nach einem Online-Voting in die Endauswahl und wurde Anfang September zu einem Fotoshooting nach Düsseldorf eingeladen. Ganzner hatte Glück: Seine Aufnahme schaffte es bis in den Kalender. Vielleicht kam ihm dabei zugute, dass er bereits Erfahrung als Kalender-Model hat: Im Jahr 2016 war er in einem Blasmusik-Kalender zu sehen.

Sechs der Kalender-Models wurden für die Wahl zum „Mister Handwerk 2018“ ausgewählt. Online kann man abstimmen, wer den Titel nachher ergattert. Das Online-Voting läuft noch bis zum 26. Februar. Es sieht gut aus für den gestählten Beurener, er belegt derzeit den ersten Platz. Dazu mag beigetragen haben, dass er mit Flugblättern für sich geworben hat.

Die Endausscheidung findet am 7. März auf der Handwerksmesse in München statt. Das Ergebnis des Online-Votings zählt ein Drittel, dazu kommen noch Wertungen einer Jury und des Publikums. Denen müssen sich die Kandidaten einmal in Arbeitskleidung und einmal in Sportkleidung präsentieren. Nicht nur Herren stellen sich dem kritischen Auge des Publikums, es gibt auch eine Wertung für Frauen.

Christof Ganzner berichtet, dass von den zwölf Teilnehmern drei aus dem Ländle kommen: Er und zwei Frauen vertreten Baden-Württemberg. Natürlich ist seine Teilnahme auch ein wenig Werbung für den Familienbetrieb: „Eigentlich hätten wir das nicht nötig, wir haben auch so genug zu tun“, lacht er. Wichtiger ist ihm, zu vermitteln, dass Handwerksberufe ihre eigene Wertigkeit haben und auch für Abiturienten attraktiv sein können. So, wie für Christof Ganzner, der nach dem Abitur eine Facharbeiterausbildung in der Industrie gemacht hat. Nun könnte er bald bundesweit seinem Anliegen Gehör verschaffen.

Info Für den Beurener kann man im Internet auf der Homepage www.germanyspowerpeople.de/kandidat/christof-ganzner abstimmen.

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