Lenninger Tal

Die Steige wird erst 2021 saniert

Straße Die Sperrung des Albaufstiegs zwischen Gutenberg und der Schlatterhöhe verschiebt sich um ein weiteres Jahr.

Schon vor drei Jahren hatte die Steige starke Risse. Die größten wurden damals geflickt.
Schon vor drei Jahren hatte die Steige starke Risse. Die größten wurden damals geflickt.

Lenningen. Wer auf die Gutenberger Steige angewiesen ist, um zur Arbeit oder zur Schule zu kommen, hat mit Magengrimmen dem kommenden Jahr entgegen gesehen. Geplant war eine neunmonatige Sperrung, um den Albaufstieg aufwendig zu sanieren. Nun verschieben sich die Arbeiten vor- aussichtlich um ein Jahr. Nach derzeitigem Stand geht das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart außerdem davon aus, dass eine sechsmonatige Bauzeit ausreicht. Wann genau die drei Kilometer lange Steige dafür abgeriegelt wird, steht noch nicht fest. Ursprünglich war die Sanierung bereits für 2018 vorgesehen. Erneuert werden soll der gesamte Asphalt. Außerdem müssen Rutschungen auf der Talseite abgefangen, defekte Stützbauwerke ersetzt oder neue Gabionen eingebaut werden, und es braucht eine Entwässerung der Straße.

Gut 4,5 Millionen Kosten

Wie eine Pressereferentin des RP erläutert, sollen die Planungen für die Bauarbeiten sowie die Untersuchungen zum Artenschutz Mitte 2020 abgeschlossen sein. Ein Baubeginn wäre im kommenden Jahr zwar noch möglich. Die Sanierung könnte dann aber in den Winter hineinreichen und sich je nach Witterung in die Länge ziehen. Deshalb ist geplant, die Arbeiten im Herbst 2020 auszuschreiben und im Frühjahr 2021 mit der Sanierung zu beginnen. Die erste grobe Kostenschätzung liegt bei rund 4,5 bis fünf Millionen Euro.

Die letzte große Straßenbaumaßnahme an der Gutenberger Steige fand 2003 statt, drei Jahre später wurden die Felsen gesichert. Im Sommer 2016 war der Albaufstieg für mehrere Tage erneut voll gesperrt, um Schäden auf einzelnen Abschnitten auszubessern. Schon damals war jedoch klar, dass eine umfassende Sanierung nötig ist. Anke Kirsammer

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