Lenninger Tal

Die Teckbahn fährt auch am Vormittag

ÖPNV Der Verkehrsausschuss der Regionalversammlung Stuttgart gibt grünes Licht für das Schließen der Taktlücke.

Die Teckbahn wird attraktiver.Foto: Carsten Riedl
Die Teckbahn wird attraktiver. Foto: Carsten Riedl

Lenningen. Wer sich bislang darauf verlassen hat, dass die Teckbahn zwischen Oberlenningen und Kirchheim tagsüber durchgängig im Stundentakt fährt, hatte unter der Woche Pech: Um 9.53 Uhr und um 10.53 Uhr startete kein Zug Richtung Kirchheim. Das könnte sich mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ändern: Der Verkehrsausschuss der Regionalversammlung Stuttgart hat diese Woche die Weiche für ein Schließen der Taktlücke gestellt. Das teilte Lena Weithofer, Grünen-Mitglied, im Ausschuss mit. „Als Kirchheimerin freut mich die Entscheidung sehr, weil sie die Teckbahn attraktiver macht“, sagte sie. Generell hält sie den Ausbau des ÖPNV für ein wichtiges Element der Verkehrswende. Die Betriebskosten übernimmt vollständig die Bahn. Die Region finanziert mit 86 000 Euro jährlich die Infrastruktur. Die dreistündige Lücke an Werktagen war seither reserviert für Güterzüge der Papierfabrik Scheufelen. Will die Nachfolge-Firma beziehungsweise das Technikum Laubholz, das das Land auf dem Gelände ansiedeln will, Güter auf der Schiene transportieren, kann sie dafür künftig den Abend nutzen. Werktags rollt der letzte Personenzug derzeit um 19.53 Uhr talabwärts.

Modernisierung der Teckbahn

Wie Alfred Bachofer, Pressebeauftragter der Freien Wähler, mitteilte, hat der Ausschuss in der gleichen Sitzung beschlossen, die Stationen der Teckbahn zwischen Kirchheim Süd und Oberlenningen bis Ende 2021 grundlegend zu modernisieren. Erneuert werden die Bahnsteige Kirchheim Süd, Dettingen, Owen, Brucken, Unter- und Oberlenningen. Sie werden auf 113 Meter verlängert und die Bahnsteige auf 55 Zentimeter erhöht. Alle Stationen sind danach barrierefrei und mit einem Blindenführsystem ausgestattet.

Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf rund acht Millionen Euro. Sie werden überwiegend vom Bund finanziert. Der Verband Region Stuttgart beteiligt sich mit knapp 1,7 Millionen Euro an den Planungs- und Baukosten.

Für die Haltestationen Dettingen, Owen, Brucken und Oberlenningen liegt laut Bachofer das Planrecht vor, für Unterlenningen und Kirchheim Süd wird es noch erwartet. ank/pm

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