Lenninger Tal

Drei Fragen an Hans Schroeder

1. Herr Schroeder, schöne Wanderwege direkt vor der Haustüre gibt es viele. Aber welchen würden Sie Familien und Schulklassen empfehlen?

Im Herbst bietet sich eine Wanderung von Oberlenningen zum Wielandstein an. Von dort geht es weiter nach Krebsstein, Schopfloch und Gutenberg, von wo aus der Bahnhof in Oberlenningen zu Fuß leicht erreichbar ist. Für Familien und Schulklassen ist diese Tour besonders geeignet, weil sie mit einer Länge von 15 Kilometern auch für Kinder gut zu bewältigen ist. Außerdem lässt sie sich hervorragend in Abschnitte unterteilen, weil ein Abstieg ins Tal an vielen Stellen entlang des Weges möglich ist. Gleichzeitig bietet die Route jede Menge ­Abwechslung.

2. Das heißt?

Auf der Strecke gibt es viele Aussichtspunkte, wie zum Beispiel den Wielandstein oder den Mittagsfels. An schönen, klaren Tagen kann man vom Mittagsfels bis nach Kirchheim und Altbach sehen. Das ist gerade im Herbst ein besonderes Erlebnis, wenn sich das Laub der Bäume bunt färbt. Wer da die 300 Meter Höhenunterschied bewältigt, wird mit einem traumhaften Ausblick auf eine farbenfrohe Landschaft belohnt. Hinzu kommt, dass der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Oberlenningen den Weg zum Wielandstein im Frühjahr ganz neu ausgebaut hat. Das heißt, der Weg lässt sich ­sicher nutzen und eine zuverlässige ­Ausschilderung ist gewährleistet.

3. Gibt es Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke?

Die von Pfarrer Karl Gussmann entdeckten Gutenberger Höhlen sind absolut sehenswert. Direkt hinter dem Rathaus in Schlattstall liegt das Quellgebiet der Schwarzen Lauter. Zu den größten Karstquellen zählt das Naturdenkmal Schlattstaller Goldloch, eine periodisch aktive Wasserhöhle. Das zwischen 1593 und 1596 erbaute Schlössle in Oberlenningen ist auf jeden Fall einen Besuch wert, auch weil sich dort das Museum für Papier- und Buchkunst ­befindet. dh

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