Lenninger Tal

Ein Glas Most vom Fahrlehrer war Motivation für die Theorieprüfung

Symbolfoto

Ein schnelles Kleinkraftrad zu kaufen, das man in den 1970er-Jahren schon mit 16 Jahren fahren durfte, und damit über die Lande zu fahren, war mein großer Wunsch. Um es mir zulegen zu können, musste aber erst einmal die Führerscheinklasse Vier gemacht werden. Meine auserwählte Fahrschule hatte einen „Hol- und Bring-Service“, der sich als sehr nützlich erwies. Der Fahrlehrer, ein älterer und strenger Herr, versprach demjenigen, der die Übungsbögen vor dem Ende des theoretischen Unterrichtes fehlerfrei ablieferte, ein Glas von seinem selbstgemachten Most! Die Motivation war dann, insbesondere bei den Herren sehr groß, und es ­wurde sich alle Mühe gegeben, denn es winkte ja eine köstliche Belohnung . . . Die Heimfahrt war ja gesichert. Im Nu waren wir dann alle fit für das Ablegen der theoretischen Prüfung, die damals reichte, um die Klasse Vier zu erlangen. Das Kleinkraftrad wurde dann Jahre später, nach erneuter Führerscheinprüfung durch ein Motorrad ersetzt, das immer noch gefahren wird. Bis heute wird mein geschätzter „grauer Lappen“ von mir sehr sorgfältig behandelt und wurde noch nie gefaltet! Eduard Hirmer


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