Lenninger Tal

Ein Kreisel ist nicht realisierbar

Verkehr Die Adler-Kreuzung ist ein Nadelöhr. Mittelfristig bahnt sich eine Verbesserung dank der Neugestaltung an.

Symbolbild

Owen. Es tut sich was in der Ortsmitte von Owen. Der „Adler“ wird abgerissen und ab Frühjahr 2021 auf dem Areal neu gebaut. Die Anordnung der vier Gebäude ist nach hinten gerutscht, wodurch der Kreuzungsbereich entschärft werden kann. Stadtplaner Manfred Mezger vom Büro „mquadrat“ erläuterte die Verkehrssituation bei der Präsentation des neuen Lauterquartiers den Besuchern in der Bernhardskapelle.

„Der Adler ist ein Wegweiser, ein Schild kann man sich eigentlich sparen, denn am Adler biegt man ab“, stellte er die Bedeutung des Gebäudes heraus. Schon lange gibt es die Überlegung, statt der Ampelregelung einen Kreisverkehr zu bauen. Eine Untersuchung brachte jedoch die Ernüchterung: Es geht nicht. Geplant wurde mit einem relativ kleinen Kreisel mit einem Durchmesser von 30 Metern an zwei verschiedenen Stellen. Bei der westlichen Variante wäre das Adler-Gelände stark beschnitten worden. Zudem hätte man die Lauterbrücke in der Beurener Straße verändern müssen, was die Kosten hätte explodieren lassen. Die östliche Variante geht noch weniger, denn auf dem benötigten Platz stehen Gebäude.

„Dieser Plan sieht dagegen zwar langweilig aus, hat aber den wesentlichen Vorteil, dass der Knotenpunkt verbessert wird und realisiert werden kann“, sagte Manfred Mezger über einen völlig anderen Planansatz. Von der Beurener Straße geht es „mehr senkrecht“ auf die B 465 beziehungsweise Kirchheimer Straße zu, was eine bessere und übersichtlichere Verkehrsführung zur Folge hat. Ein weiterer großer Vorteil: Auf der Kirchheimer Straße gibt es eine Linksabbiegespur für diejenigen, die von Lenningen kommend nach Beuren wollen. „Es passen da zwar keine 15 Fahrzeuge drauf, aber für drei bis vier reicht es“, sagte Manfred Mezger. Damit sei schon eine gewisse Entspannung möglich, denn bislang müssen Linksabbieger auch bei Grün an der Ampel auf Gegenverkehr achten.

Mittelfristige Realisierung

Mit dem Regierungspräsidium (RP) ist die Planung erörtert worden. „Die können sich das auch so in dieser Form vorstellen, denn der Umbau wird vom RP bezahlt. Landes- und Bundesstraßen fallen in deren Zuständigkeit“, erklärte Manfred Mezger. Owens Bürgermeisterin sieht diese Tatsache mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Das Regierungspräsidium ist Herr des Verfahrens, was Segen und Fluch zugleich ist. Auf der einen Seite freut es mich, dass wir die Kosten dafür sparen - auf der anderen Seite ist der Zeitpunkt der Realisierung ungewiss“, sagte Verena Grötzinger. Sie hofft jedoch, dass sich das RP mittelfristig darum kümmert und die Situation entschärft wird. Iris Häfner

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