Lenninger Tal

„Eine Glühlampe ist ja wie das Weltall“

Projekt An der Werkrealschule Lenningen erkunden Grundschüler Edisons Erfindungen.

Auf den Spuren eines großen Erfinders: Die Grundschüler waren unter der Anleitung ihrer „Assistant-Teacher“ voll bei der Sache.
Auf den Spuren eines großen Erfinders: Die Grundschüler waren unter der Anleitung ihrer „Assistant-Teacher“ voll bei der Sache.

Lenningen. Insgesamt 100 Grundschüler waren zu Besuch bei der Werkrealschule Lenningen - aus Schopfloch, Erkenbrechtsweiler, Oberlenningen, Unterlenningen und Owen. Vier Vormittage lang tummelten sie sich in den beiden PC-Räumen und wurden von den beiden Lehrern Martin Siwek und Joe Storz und ihren „Assistant-Teachern“, Colin, Benedikt, Paul, Micha, Robin, Matea, Lara und Stefan begleitet.

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Ihr Schultag begann mit einem Lernabenteuer im Internet. Ein Steckbrief mit dem Bild von Thomas Alva Edison führte die Kids zum Thema des Tages. Edison und seine Erfindungen, speziell die der Glühlampe, standen im Fokus. Mit einem digitalen Lernjob, einer angeleiteten Internetsuche, konnte jedes Kind selbstständig im Netz recherchieren und die Ergebnisse im eigenen Arbeitsordner festhalten. Bemerkenswert war dabei, wie schnell selbst computerunerfahrene Schüler die gesuchten Informationen aufspürten. Das anschließende Edison-Quiz half dabei, das neu gewonnene Wissen zu überprüfen. Im Technikraum gab es dann die Gelegenheit, die Internetrecherche in der Praxis zu erproben. Mit mehreren Versuchen konnten die Funktion der Glühlampe und des Stromkreises erforscht und die gefundenen Ergebnisse gesichert werden.

Alle Teilnehmer konnten jetzt einen eigenen elektrischen Stromkreis herstellen. Angeleitet von den „Assistant-Teachern“, bekamen sie die dafür nötigen Informationen zu Sicherheitsvorgaben, fachlichen Techniken und zu den Werkzeugen. Schaltpläne wurden gefertigt, elektrische Bauteile gesteckt, Kabel geschnitten, gezogen, verlegt und elektrische Kontakte gelötet. Die Grundschüler arbeiteten so eifrig, dass es jedem Kind gelang, einen funktionierenden Stromkreis zu bauen, der dann, zusammen mit dem Projektordner mit nach Hause genommen werden durfte. Besonders spannend war der Versuch, bei dem eine kleine Glühlampe ohne Glaskörper an eine Batterie angeschlossen wurde. Der Glühfaden blitzte kurz auf, bevor er mit einer Rauchfahne verbrannte und das Licht sofort erlosch.

Hätte der Astronaut Alexander Gerst diesen Versuch bei einem Außeneinsatz im Vakuum des Weltalls gemacht, hätte die Lampe dort wohl ganz normal geleuchtet. „Eigentlich ist in so einer Glühlampe ein kleines Weltall“, so die simple Erkenntnis eines Kindes. Das Projekt Edison wurde danach mit einem Film zur Herstellung, dem Aufbau und der Funktion der elektrischen Glühlampe abgeschlossen. Insgesamt ein spannender Tag - und mit dem Thema Edison ist so manchem auf unterhaltsame Weise ein Licht aufgegangen. Martin Siwek