Lenninger Tal

Einen Bauernhof hautnah erleben

Frühling Am Wochenende waren viele Familien bei der Eröffnung des Themenwegs auf dem Sulzburghof dabei. Für Kinder waren die Hoftiere und der Blumenschmuck fürs Haar die Höhepunkte. Von Thomas Krytzner

Volle Konzentration: Für Mädchen war das Basteln eines Blumenkranzes auf dem Sulzburghof ein großer Spaß. Fotos: Thomas Krytzner
Volle Konzentration: Für Mädchen war das Basteln eines Blumenkranzes auf dem Sulzburghof ein großer Spaß. Fotos: Thomas Krytzner

Auf dem Sulzburghof in Lenningen gibt es eine neue, lehrreiche Attraktion. Beim Frühlingserwachen wurde der neue Themenweg mit neun Stationen eröffnet. Auf einem Rundgang über das Gelände des Bauernhofs lernen Erwachsene und Kinder die Arbeiten in einem landwirtschaftlichen Betrieb kennen.

Während an der einen Station die Geheimnisse der verschiedenen Getreidesorten erörtert werden, gibt es an der nächsten Station die Möglichkeit, den Kälbern ganz nahe zu kommen. Auf Infotafeln stehen die Erklärungen zur Nachzucht, und im Stall warten die kleinen Kälbchen darauf, von vielen Händen gestreichelt zu werden. Die Besucher können auf dem Themenweg auch sehen, wie ein Melkroboter funktioniert. Den Wandel der Landwirtschaft in den letzten 70 Jahren lernen sie dabei ebenfalls kennen, genauso wie die Tatsache, dass Satelliten und Sensoren längst Einzug in den Stall gefunden haben und Daten für die Futtergewinnung liefern. Das Ziel des Landwirts in der heutigen Zeit ist es, die Produktionsmittel wie Dünger oder Pflanzenschutzmittel effizient einzusetzen.

Für die Bauernhöfe im Biosphärengebiet der Schwäbischen Alb sind auch Streuobstwiesen ein wichtiger Bestandteil. Auf dem Themenweg lernen die Besucher, dass die Streuobstwiesen Heimat für rund 5 000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten sind. Allerdings wird auch klar, dass der Bestand der Obstbäume in den letzten 40 Jahren von 18 Millionen auf neun Millionen gesunken ist. Dennoch zählt der Albtrauf der Schwäbischen Alb als größtes Streuobstgebiet in Mitteleuropa. An weiteren Stationen bekommt man auf dem Rundweg vielseitige Informationen über den Holunderbusch und über die „Grombira“ - die Kartoffel. Einen Einblick in die Backstube gibt es auf dem Themenweg auch, die Besucher können direkt bei der Produktion der verschiedenen Produkte des Sulzburghofes dabei sein. An der letzten Station werden die Direktvermarktung und die zahlreichen Produkte genauer vorgestellt.

Überall konnten die Besucher beim Frühjahrserwachen auf dem Sulzburghof probieren und naschen. Für die Mädchen war die Blumenecke interessant. Sie konnten dort aus verschiedenen Sträuchern und Blüten auswählen und sich unter Anleitung selbst einen Blumenkranz fürs Haar basteln. Die Jungs zog es mehr zu den Tretunimogs und -traktoren. Dort stellten sie auf einem Parcours ihre Fahrfähigkeit unter Beweis.

Wer von den landwirtschaftlichen Geräten im Miniformat noch nicht genug hatte, konnte sich auch mal auf einen der großen Traktoren setzen. Für die Erwachsenen gab es herrlich dekorierte Floristik- und Dekostände. Dort konnten diverse Boten des Frühlings in verschiedenen Arten und Formen erstanden werden, um das Frühlingserwachen mit nach Hause zu nehmen, und für die jüngsten Besucher wartete eine Kindereisenbahn, die sie mit auf eine ausgiebige Runde um den Hof mitnahm. Das selbst gemachte Hofeis bot den Schleckmäulern eiskalten Genuss, und am Samstag sorgten die Kirchheimer Band Lagerfeuer und am Sonntag der Musikverein Unterlenningen zusätzlich noch für die musikalische Unterhaltung.

Die Kälbchen warteten auf Streicheinheiten
Die Kälbchen warteten auf Streicheinheiten
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