Lenninger Tal

Einzigartiger Albtrauf

Immer mehr Menschen sehnen sich nach Ruhe in der Natur. Nach Genuss und Erholung als Gegenpol zum hektischen Alltag. Deshalb ist Wandern populär. Die steigenden Touristenzahlen im Land sind eine Chance für den ländlichen Raum – zweifelsohne. Wer will, dass Menschen auch abseits der Städte gute Gründe finden, dort zu leben und zu arbeiten, der muss dafür sorgen, dass auch strukturschwache Regionen Struktur bekommen. Der Tourismus kann seinen Teil dazu beitragen, weil er nicht nur Gastwirte und Hoteliers ernährt, sondern Geld in die öffentlichen Kassen schwemmt. Auf Wanderwegen unterwegs zu sein, heißt zudem in der Regel, im Einklang zu sein mit der Natur. Soweit, so gut.

Doch auf Besucherzahlen allein zu schauen, wäre kurzsichtig. Die Alb ist nicht nur landschaftlich einzigartig. Zumal am Trauf in Richtung Norden, wo einer der dicht besiedeltsten Ballungsräume nach Naherholung lechzt. Wo an sonnigen Wochenenden das Chaos regiert und sich ein kilometerlanger Blechwurm in Richtung Wälder und Wacholderheiden schleppt. Wer hier neue Reize für Besucher setzt, muss auch dafür Lösungen liefern. Mit einem attraktiven Nahverkehr statt neuer Parkplätze, mit intensiver Aufklärung und einer wirksamen Kontrolle von Regeln in den letzten Schutzzonen. Nur dann ist Natur am Albtrauf langfristig gut angelegtes Kapital.

Kommentar Bernd Köble

zur Tourismus­förderung

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