Lenninger Tal

Erlebnistour für gestandene Männer

Mit dem Segway durch die Landschaft düsen und auf das Erlebte mit Whisky anstoßen

Darauf einen Whisky – völlig verdient nach der Premiere auf dem Segway rund um Owen. Das kernige Männer-Event mit Whisky-Tasting kam bestens an.

Erlebnistour für gestandene Männer
Erlebnistour für gestandene Männer

Owen. „Gerade stehen, die Lenkstange fest heben und ruhig ein wenig lockerer“, dirigiert Guide Thomas Röhm den etwas angespannt wirkenden Herrn auf dem Segway. „Sagt sich so leicht“, erwidert Peter und schaut mit skeptischem Blick auf seine Kumpels Bernd, Klaus und Wolfgang, wie die so ihre Runden drehen. Bevor es auf dem selbst balancierenden zweirädrigen Elektroroller in Wald und Flur rund um Owen geht, wird freilich erst einmal auf dem Hof des Veranstalters „Mehrlebnis“ geübt. Schließlich steht das fidele Männer-Quartett zum ersten Mal auf einem solchen Gefährt.

„Es ist gar nicht so schwer, wie es aussieht. Den Oberkörper leicht nach vorne lehnen und schon fährt der Segway langsam nach vorn“, stellt Wolfgang dann auch fest. Lehnt man sich zurück, bremst der Stehroller ab. Es läuft. Inzwischen ist die Anspannung in den Gesichtern einer kollektiven Freude gewichen, die Freunde haben sich an das aus Amerika kommende rund 8 000 Euro teure Einpersonen-Fahrzeug gewöhnt. „Sobald ihr euch mit der Lenkstange zur Seite neigt, wird das von den Neigungssensoren wahrgenommen und das jeweilige Rad dreht sich langsamer und verursacht dadurch die Kurvenfahrt“, erklärt Thomas Röhm, bei dem das Segway-Fahren natürlich eleganter aussieht.

Fernab von Alltag und Verkehr genießt die kleine Gruppe gleichwohl Fahrtwind und Landschaft, fast ist es, als schwebe man über die Wald- und Feldwege. „Nach circa 15 Minuten ist man mit dem Gefährt insoweit vertraut, dass der Übungsmodus vom Guide abgeschaltet werden kann. Und dann braust man mit 20 Kilometern pro Stunde durch die wunderschöne Landschaft. Nach weiteren 15  Minuten würde man das Gerät am liebsten so frisieren, dass es noch schneller fährt“, verrät Klaus seine Eindrücke nach der neun Kilometer langen Strecke unmittelbar am Fuße der Schwäbischen Alb.

Genau dort wird seit Jahren Whisky gebrannt. Ein weiteres Highlight der Erlebnis-Tour ist der Besuch in einem ehemaligen Kuhstall, wo, umgeben von gepressten Heuballen, Hochprozentiges in mehreren Dutzend Eichenfässern lagert. Immanuel Gruel übernahm 2010 von seinem Großvater die Spirituosen-Manufaktur und Whisky-Destillerie, landläufig unter „Tecker“ bekannt. „Destilliert wird auf einer hochmodernen Verschlussbrennerei im einmaligen Brennverfahren“, sagt der staatlich geprüfte Whisky-Brenner.

Schritt für Schritt weiht er die Gruppe in die Geheimnisse der Whiskyherstellung ein und verrät: „Ohne Zeit geht beim Whisky gar nichts“. Schwäbischer Whisky darf sich nur nennen, was mindestens wie der „Single Grain“ fünf Jahre im Eichenfass gereift ist, ehe das flüssige Gold ins Glas kommt. Wichtig für den Geschmack sind zudem die Wahl des Fasses sowie die besondere Behandlung. „Es wird von innen ausgekohlt, dann wird die Holzkohle weggehobelt“, erklärt der Fachmann. Aufmerksam lauscht die Gruppe den Ausführungen von Immanuel Gruel und zeigt sich anschließend beim gemütlichen Whisky-Tasting nicht minder beeindruckt. „Mir wurde diese Tour zum Geburtstag geschenkt und es war ein tolles Erlebnis – vor allem, weil wir es gemeinsam erleben, Schenker und Beschenkter“, zieht Wolfgang sein Resümee.

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