Lenninger Tal

„Es bleibt eine Anspannung“

Am 25. September ist in Owen Bürgermeisterwahl. Amtsinhaberin Verena Grötzinger macht wie vor acht Jahren keine Wahlversprechen.

VerenaGrötzinger
VerenaGrötzinger

Einzige Kandidatin und seit acht Jahren im Amt. Der Schwabe würde sagen "a g‘mäht‘s Wiesle"...

VERENA GRÖTZINGER: Ja so könnte man das sehen, aber das ist nicht meine Sache. Als ich die Bewerbung abgegeben habe, war das wie vor acht Jahren. Ich habe überlegt, ich habe mit meinem Mann gesprochen und mich dann entschieden. Als Selbstläufer habe ich das nie betrachtet, das wäre für mich Selbstzufriedenheit, und die mag ich gar nicht. Es bleibt auch immer eine Anspannung, es könnten zum Beispiel noch andere Namen auf den Wahlzettel geschrieben werden. Etwas entspannter sein werde ich erst am 25. September um 18 Uhr sein, wenn die Wahllokale schließen.

Sie haben keine klassischen Wahlversprechen gemacht. Brauchen Sie das nicht?

GRÖTZINGER: Ich habe das auch 2008 nicht gemacht, das ist nicht mein Stil. Man kann mit vielen wohlfeilen Plänen den Bürgern alles mögliche versprechen, und nachher kassiert man das wieder mit dem Hinweis auf die Finanzen ein. Ich stehe auch jetzt wieder dazu, dass wir in Owen solide wirtschaften und viel Engagement und auch das notwendige Geld in die Substanz und den Erhalt der Stadtgemeinschaft stecken. Natürlich muss man vieles auch fortentwickeln, aber sogenannte Denkmäler, die viel Geld kosten und letztlich nicht viel bringen, wird es in Owen nicht geben.

Ihr Wunsch für die Wahl?

GRÖTZINGER: Ich wünsche mir, dass die Wahlbeteiligung relativ hoch ist, auch wenn manche denken, die Sache ist doch sowieso schon gelaufen. Es wäre eine schöne Bestätigung, dass die Menschen das Wahlrecht schätzen, und natürlich würde es mir auch ganz persönlich ein gutes Gefühl der Wertschätzung geben.

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