Lenninger Tal

Eschenholz bei Owenern nicht beliebt

Wald Gemeinderat beschließt den Betriebsplan 2017 und rechnet mit Einnahmen in Höhe von rund 500 Euro.

Winterzeit ist Holzerntezeit. Foto: Jean-Luc Jacques
Winterzeit ist Holzerntezeit. Foto: Jean-Luc Jacques

Owen. Revierförster Benjamin Fischer konnte dem Owener Gemeinderat von einem ruhigen und entspannten Jahr im Stadtwald berichten. Ein großer Teil des Brennholzes ist verkauft. „Leider wird Esche nicht so gern gekauft. Wir sind deshalb mit dem Preis runtergegangen“, berichtete er. Buche ist das beliebteste Heizmaterial. Zudem ist der Ölpreis gerade günstig – und wieder bevorzugte Wärmequelle. „Wir haben den Einschlag deshalb reduziert“, sagte Fischer.

Gemeinderat Hans-Jörg Schmid interessierte in diesem Zusammenhang das Eschentriebsterben. „An den Albträufen sieht es relativ gut aus. Hier herrscht ein bisschen mehr Luftzug als in den feuchten Talauen und der Pilz hat offensichtlich weniger Chancen, sich auszubreiten“, so die Beobachtung der Förster. Gegen den Pilz selbst kann nichts unternommen werden. Er und seine Kollegen hoffen darauf, dass einzelne Bäume resistent gegen den Schädling werden und sich der Eschen-Bestand wieder aufbauen kann.

Die Jahreseinschlagsmenge fällt mit 300 Festmeter geringer aus, als in der langfristigen Planung, die 430 Festmeter vorgesehen hatte. Der Grund: in der Vergangenheit wurde diese Ziellinie überschritten. In der Holzerntesaison 2017 werden die Motorsägen in den Bereichen Bassgeige und Kugler im Tiefenbachtal zu hören sein.

Am Ende der Bilanz stehen sich für das Jahr 2017 Einnahmen von 13 600 Euro und Ausgaben von 13 100 Euro gegenüber – und für das Stadtsäckel bleiben lediglich 500  Euro übrig. „Wir sind froh über eine schwarze Null“, sagte Benjamin Fischer. Kleine Betriebe wie der Stadtwald Owen seien schwer gewinnbringend zu bewirtschaften. Allein für die Verkehrssicherung muss der Forstbetrieb 1 000 Euro aufwenden. Iris Häfner

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