Lenninger Tal

Festliches Flair für die Traumhochzeit

Atelierzimmer des Bürgerhauses im Bahnhof Unterlenningen bietet ein schönes Ambiente

Wer in Lenningen eine ­besondere Hochzeit plant, muss keinen besonderen Termin anstreben. Ein festliches Flair für Trauungen bietet das Atelierzimmer des Bürgerhauses im Bahnhof Unterlenningen. Für die passende musikalische Untermalung sorgt nach Bedarf das Drehorgel-Team der Schülerfirma „Helfende Hände“. So wird jede Hochzeit zum einzigartigen Ereignis.

Der beliebteste Termin zum Heiraten ist in der Gemeinde Lenningen bislang in diesem Jahr der 6. Juni.Foto: Jean-Luc Jacques
Der beliebteste Termin zum Heiraten ist in der Gemeinde Lenningen bislang in diesem Jahr der 6. Juni.Foto: Jean-Luc Jacques

Lenningen. „Wenn es dazu beiträgt, sich den Hochzeitstermin besser merken zu können . . .“ sagt Standesbeamtin Silvia Ruoff auf die Frage, was sie von Hochzeiten an besonderen Terminen wie dem 9.9.1999 oder dem 5.5.2015 hält. Ihre Antwort will sie aber im Spaß verstanden wissen und fügt etwas ernster hinzu: „Ich denke, dass sich viele Paare, die schon lange zusammen sind, ein besonderes Datum aussuchen, sodass es doch noch etwas Ausgefallenes wird.“

Der beliebteste Termin zum Heiraten ist in der Gemeinde Lenningen bislang in diesem Jahr mit drei Paaren der 6. Juni. Das könnte am Datum liegen oder aber am Wochentag: An vier Samstagen pro Jahr können sich Lenninger Bürger im Bürgerhaus des Bahnhofs Unterlenningen trauen lassen. Im Dachgeschoss des ehemaligen Bahnhofsgebäudes steht Brautpaaren dort gegen einen Aufpreis von 75 Euro ein lichtdurchflutetes Atelierzimmer für die Eheschließung zur Verfügung. Für anschließende Feiern können auch die Räumlichkeiten des Bürgersaals (mit einer Kapazität von 30 bis 70 Personen) oder das „CaféLe“ mit einer kleinen Küche angemietet werden. Für Kurzentschlossene ist der letzte Samstagstermin für Trauungen im diesem Jahr der 12. September. Auf Wunsch kann immer samstags auch in den Gemeinden Gutenberg und Schopfloch geheiratet werden.

Durch die begrenzten Hochzeiten an Samstagen in Lenningen sind dort auch (nicht ganz ernst gemeinte) 08/15-Hochzeiten am 15. August 2015 ausgeschlossen. Andernorts erfreut sich dieser Termin offenbar großer Beliebtheit. Einen eindeutigen Hang zu besonderen Terminen ist im Lenninger Standesamt aber eh nicht zu verspüren. Silvia Ruoff, die seit diesem Jahr ganz frisch im Amt ist, verzeichnete bislang allenfalls drei Paare, die sich den Tag, an dem sie sich kennenlernten, als Trautermin ausgesucht haben.

Freitage sowie die Monate April und Juni sind in der Gemeinde Lenningen besonders beliebt für den Ringtausch. Im Schnitt lassen sich hier rund 30 Paare pro Jahr trauen – und das konstant seit mehreren Jahren. Für 2015 sind bislang 17 Hochzeiten angemeldet. „Ich habe das Gefühl, dass Heiraten wieder wichtiger wird“, sagt Silvia Ruoff. Zumindest standesamtliche Hochzeiten; kirchliche Trauungen gehen aus ihrer Sicht eher zurück. Aus diesem Grund erlebt die Standesbeamtin auch immer mehr Hochzeiten mit mehreren Dutzend Gästen; denn immer häufiger bleibt es bei der standesamtlichen Eheschließung.

Besonders schön findet Silvia ­Ruoff Trauungen, die von den Angehörigen oder Freunden musikalisch begleitet werden. Paare ohne musikalischen Familien- und Freundeskreis können aber auch auf einen besonderen Dienst der Schülerfirma „Helfende Hände“ der Karl-Erhard-Scheufelen-Schule Lenningen zurückgreifen: Die Grund- und Werkrealschüler haben ein Drehorgel-Team auf die Beine gestellt, das nach Bedarf gebucht werden kann und das vor und nach der standesamtlichen Trauung passende Lieder zum Besten gibt. Silvia Ruoff hat die Schüler-Truppe schon einmal erlebt und resümiert: „Die Orgelklänge waren fürs ganze Rathaus ein Erlebnis.“

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