Lenninger Tal

Finanzspritze stärkt Projekte auf der Alb

Natur Der Beirat des Vereins „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ hat 22 Anträgen zugestimmt.

Das Schopflocher Torfmoor erfreut sich großer Beliebtheit bei Wanderern. Der Beirat des Vereins „Biosphärengebiet Schwäbische Al
Das Schopflocher Torfmoor erfreut sich großer Beliebtheit bei Wanderern. Der Beirat des Vereins „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ fördert jetzt die Untersuchung der Ameisenfauna. Foto: Dieter Ruoff

Im Rahmen des Förderprogramms „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ werden nachhaltige Projekte unterstützt. Für 2020 hat der Beirat seine Zustimmung für 22 Projekte gegeben. Die Fördermittel in Höhe von rund 238 000 Euro stoßen Investitionen von mehr als 400 000 Euro in der Region an. Seit 2008 können Kommunen, Vereine und Verbände, Privatpersonen oder Interessengemeinschaften einen Antrag auf Unterstützung einer innovativen Idee beim Förderprogramm stellen. Die Entscheidung trifft der Beirat des Vereins. Das 32-köpfige Gremium setzt sich aus Vertretern der Kommunen, Vereine und Verbände zusammen.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die ursprünglich angesetzte Beiratssitzung in der ersten Märzhälfte in Neidlingen nicht stattfinden. Die Mitglieder stimmten deshalb in Form eines Umlaufbeschlusses über die Projekte ab. Die jährlich zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 200 000 Euro werden in der Förderrunde 2020 komplett abgerufen. Es gab wieder eine höhere Nachfrage, sodass fünf Projekte, darunter das Projekt „Modernisierung einer Mosterei in Neidlingen“, aus dem „Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes mit insgesamt rund 42 000 Euro finanziert werden.

„Die vorgestellten Projekte zeigen sehr deutlich, dass es im Biosphärengebiet Schwäbische Alb eine Vielzahl engagierter Akteure gibt, die sich mit innovativen Ideen für eine nachhaltige und naturschutzorientierte Regionalentwicklung engagieren“, betonte der Vereinsvorsitzende, Landrat Thomas Reumann, zum Abschluss des Umlaufbeschlussverfahrens.

Das Votum der aktuellen Förderrunde bedeutet wieder eine üppige Ausschüttung. Somit konnten seit Bestehen des Förderprogramms Gesamtinvestitionen von mehr als 5,4 Millionen Euro angestoßen werden. Von der Zusage profitieren beispielsweise die Projekte „Landschaftsverbund Blumenwiesen-Alb - Gemeinden und ihr Beitrag zur Erhaltung des artenreichen Grünlands der Mittleren Schwäbischen Alb“, das Projekt „Erstellung eines Mobilitätskonzepts für die Stadt Bad Urach mit Modellcharakter für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ sowie die „Naturnahe Umgestaltung des Schulgeländes der Grundschule Schmiechen“. Gefördert werden auch Mehrtages­tourengastgeber und die Untersuchung der Ameisenfauna im Schopflocher Moor. Der Beirat stimmt zudem der „Errichtung einer Trockenmauer in den Neuffener Weinbergen“ zu. Finanziert wird dieses Projekt aus Spendengeldern, die die Partner des Biosphärengebiets sammeln.

Das Förderprogramm erstreckt sich auf eine 85 300 Hektar große Gebietskulisse, bestehend aus den 29 Städten im „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“. Jährlich stehen in der Regel 200 000 Euro zur Verfügung. Seit 2008 bis heute wurden insgesamt 2,9 Millionen Euro Zuschüsse vergeben. Ehe die Projekte dem Beirat zur Entscheidung vorgelegt werden, prüfen die Geschäftsstelle Biosphärengebiet sowie das Regierungspräsidium Tübingen und die Landesanstalt für Umwelt die Anträge auf ihre inhaltliche und förderrechtliche Eignung.eb

Info Der Antragsschluss für die neue Förderrunde im Jahr 2021 ist am 15. November dieses Jahres.

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