Lenninger Tal

Frischzellenkur für den Tobelkindi

Haushalt Lenningen gibt 50 000 Euro aus, um den Kindergarten an der Tobelstraße auf Vordermann zu bringen. Mittelfristig braucht es andere Räume. Von Anke Kirsammer

Im Kindergarten Tobelstraße in Oberlenningen stehen dringende Reparaturen an.Foto: Jean-Luc Jacques
Im Kindergarten Tobelstraße in Oberlenningen stehen dringende Reparaturen an.Foto: Jean-Luc Jacques

Die Vorhaben der Gemeinde Lenningen für dieses Jahr nehmen weiter Form an. In seiner Sitzung am Dienstag hat das Ratsgremium auf Empfehlung des Verwaltungs- und Finanzausschusses präzisiert, was angepackt wird: Insgesamt schlagen die Baumaßnahmen laut Kämmerer Rudolf Mayer mit 1,3 Millionen Euro zu Buche. Dazu zählen Brocken wie die Sanierung der Ortsmitte Oberlenningen, der Ausbau der Engelhofstraße in Unterlenningen und die Umsetzung des Friedhofskonzepts.

Dass sich am Kindergarten Tobelstraße etwas tun muss, beziehungsweise, dass es mittelfristig für die Kinderbetreuung eine Alternative braucht, steht schon lange fest. Ideen dafür soll die Planungskonkurrenz „Neue Mitte Oberlenningen“ liefern. Weil bis zu einer endgültigen Lösung aber noch mehrere Jahre ins Land gehen können, wird der Betrag für Renovierungsarbeiten auf 50 000 Euro aufgestockt. Dafür sollen nicht nur Malerarbeiten erledigt, sondern auch die Böden auf Vordermann gebracht werden. Einen entsprechenden Antrag hatte die Bürgerliche Wählervereinigung (BWV) im Januar gestellt. Eine kleinere Summe für den Kindergarten Regenbogen in Oberlenningen segnete der Gemeinderat ebenfalls ab: Auf Wunsch der Eltern schafft die Kommune einen Unterstand für Fahrzeuge wie Kinderwagen und Laufräder.

An anderer Stelle spart die Gemeinde vorübergehend fast 80 000 Euro: So entfallen Beträge für eine Notfallplanung für Stromausfälle und die Einführung eines Systems für das Dokumentenmanagement in der Verwaltung. Grund für das Schieben ist der Weggang des stellvertretenden Hauptamtsleiters Reinhold Bayer. Er war bislang für die IT-Betreuung im Rathaus zuständig. Der 28-Jährige übernimmt im April die Leitung des Hauptamts in Waldbronn im Kreis Calw.

Mehr Geld als erwartet gibt die Gemeinde für die Ufersicherung aus: Notwendig ist das an der Stellebrücke in Oberlenningen und an der Lauter in Brucken. Vorgesehen ist auch die naturnahe Umgestaltung der Lauter an der Hofbrücke und die Schaffung einer Retentionsfläche am Ehnisbach in Unterlenningen. Weil aus der Hochwasserhilfe 100 000 Euro mehr sprudeln, als bisher verankert, steht trotz höherer Ausgaben beim „Wasserbau“ unterm Strich ein Plus von 20 000 Euro im Plan.

Ob ein Radweg zwischen Brucen und Owen machbar ist, wie von der BWV beantragt, will die Verwaltung prüfen. Weil der Weg einen Eingriff in die Landschaft bedeuten würde, müssen erst naturschutzrechtliche Fragen geklärt werden. Gleiches gilt für eine Verbindung zwischen Brucken und dem Gewerbegebiet Gänsäcker in Unterlenningen. Untersucht wird, ob sich der vorhandene Fußweg befestigen lässt. Die Verwaltung will auf Anregung des Gemeinderats außerdem überlegen, wo Ladestationen für Elektroautos beziehungsweise für E-Bikes eingerichtet werden könnten.

Zudem möchte die Kommune einen Bürgerbus unterstützen - ein lange gehegter Wunsch der Lenninger Grünen Alternativen Liste/Unabhängige Bürger Lenningen. Investitionskosten fallen nicht an, weil der Verein „Unser Netz“ den Bus zur Verfügung stellt. Die Gemeinde bezahlt einen jährlichen Zuschuss für den Betrieb in Höhe von 2 000 Euro.

Endgültig verabschiedet der Gemeinderat den Haushaltsplan am Dienstag, 27. Februar.

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