Lenninger Tal

Fundtiere haben künftig feste Heimat

Tierschutz Der Owener Gemeinderat hat ein Herz für Tiere. Er bewilligte eine Pauschale für die Versorgung der Vierbeiner.

Owen. Taucht ein Tier auf, das scheinbar niemand gehört, handelt es sich in den ersten 28 Tagen um ein Fundtier – schließlich könnte der Besitzer ja sein Tier vermissen, es suchen und wieder mit nach Hause nehmen. Nach dieser Frist handelt es sich rechtlich um ein herrenloses Tier. In beiden Fällen ist die Kommune, in der Hund, Katze, Maus entdeckt wird, für die Kreatur verantwortlich und muss für deren artgerechte Unterbringung sorgen.

Diese Aufgabe delegiert Owen nun an den Kirchheimer Tierschutzverein. Für dieses Rundum-sorglos-Paket – wie es Bürgermeisterin Verena Grötzinger bezeichnete – bezahlt die Teckstadt jährlich 2 030 Euro plus Mehrwertsteuer. Dabei handelt es sich um einen Prokopfbetrag von 50 Cent je Einwohner. Schon in der Vergangenheit kümmerte sich der Kirchheimer Tierschutzverein um die Fundtiere, abgerechnet wurden dabei die entstandenen Kosten, sei es für Betreuung oder Tierarzt. Durchschnittlich handelte es sich dabei um einen Betrag von etwa 1 000 Euro.

„Ich finde die Kosten viel zu hoch“, sagte Thomas Rabel. Seiner Ansicht nach wird viel zu viel Tamtam um die Tiere gemacht. „Die 50 Cent pro Einwohner sind ein Stück weit als Unterstützung für den Tierschutzverein zu sehen, der sich durch den Bau eines Tierheims neu aufstellt“, erklärte Verena Grötzinger.

Stadtrat Christian Ensinger begrüßte die neue Regelung, egal wie viele Fundtiere es im Jahr in Owen gibt: „Hauptsache, das Geld kommt den Tieren zugute. Je weniger es sind, desto besser.“

Bei drei Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat mit großer Mehrheit für den Vertrag mit dem Kirchheimer Tierschutzverein aus. Iris Häfner

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