Lenninger Tal

Funken leuchten wie Sterne am Himmel

Feuer In Gutenberg hat der Förderverein des Musikvereins zum 13. Mal ausgediente Christbäume verbrannt.

Endstation für die Weihnachtsbäume: Beim Funkenfeuerchen wurde einer nach dem anderen verbrannt.Foto: Thomas Krytzner
Endstation für die Weihnachtsbäume: Beim Funkenfeuerchen wurde einer nach dem anderen verbrannt.Foto: Thomas Krytzner

Lenningen. Flammen hatten schon immer eine besondere Anziehungskraft auf Menschen. In der Region gibt es eine lange Tradition, die die Kraft des Feuers nutzt und gleichzeitig zum Familienfest wird. In Gutenberg findet zum Beispiel das Funkenfeuerchen statt. 60 ausgediente Weihnachtsbäume haben die Jungbläser des Musikvereins eingesammelt. Die Bäume wurden nacheinander verbrannt.

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Organisatorin Sandra Ehni freut sich, dass dieses Spektakel jetzt schon zum 13. Mal gegenüber der Schlossberghalle in Gutenberg stattfindet. „Statt die Bäume zur Grünmüllanlage zu transportieren, lassen wir mit dem Funkenfeuer den Nachthimmel erhellen“, erklärt Sandra Ehni. Seit Jahren ist dieser Anlass zum beliebten Familienausflug in Gutenberg geworden. So strömten über 100 Kinder, Eltern, Omas und Opas zum Funkenfeuer. Mit Feuerkesseln und Stehtischen ist der Platz dekoriert und an den Ständen bieten die Mitglieder des Vereins wärmende Getränke und Leckeres vom Grill an.

Ein Baum nach dem anderen

„Bis jetzt ist noch nie was passiert“, erinnert sich die Organisatorin, „und der Wind bläst auch in die richtige Richtung.“ Bei den ersten Funkenfeuern haben die Musiker festgestellt, dass man nicht zu viele Christbäume auf einmal verbrennen soll. „Da wurde das Feuer schon sehr groß.“ Jetzt sei man vorsichtiger geworden, bestätigt Sandra Ehni. „Die Bäume werden einzeln verbrannt.“

Eine Schar Kinder hat sich samt Begleitung auf dem Platz versammelt und wartet bereits auf die ersten Funken. Mit Glühwein und Punsch in der Hand schauen alle gespannt, wie ein Bläser den ersten Tannenbaum aufs Feuer legt. Er fängt sofort Feuer und die ersten großen Flammen schießen in den Himmel. „Wir führen das Funkenfeuer bei jeder Witterung durch. Es hatte auch schon mal Minusgrade“, weiß Sandra Ehni. Auch an diesem Tag bläst ein eisiger Wind durchs Lenninger Tal, und das kommt dem Feuer gerade recht. Immer wieder legen die Musiker einen Christbaum nach dem andern aufs Feuer. Staunende Kinderaugen verfolgen das lodernde Feuer, und die Funken erhellen den Himmel wie kleine Sterne.

„Das Funkenfeuer in Gutenberg soll eine heimelige Veranstaltung bleiben“, erklärt die Organisatorin. Sandra Ehni weiß: „Wir waren die ersten im Lenninger Tal mit dem Funkenfeuer.“ Rund zwei Stunden dauert das ganze Spektakel, dann sind alle Weihnachtsbäume verbrannt. Die Szenerie erinnert daran, dass nichts für die Ewigkeit ist und am Schluss nur noch Asche und Staub übrig bleiben. Doch Feuer, Flammen und Funken haben den Nachthimmel in Gutenberg erhellt und die Besucher bekamen ein buchstäblich heißes Spektakel zu sehen.Thomas Krytzner