Lenninger Tal

Gastel will doppelte Sperrung der Teckbahn vermeiden

Der Haltepunkt in Owen soll, wie die anderen auch, umgebaut werden. Foto: Markus Brändli
Der Haltepunkt in Owen soll, wie die anderen auch, umgebaut werden. Foto: Markus Brändli

Matthias Gastel, Grünen-Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Nürtingen/Filder und bahnpolitischer Sprecher seiner Partei, hat sich bei der Bundesregierung und der Deutschen Bahn nach dem aktuellen Stand in Sachen Teckbahn-Umbau erkundigt. Demnach sind die voraussichtlichen Kosten von insgesamt 8 Millionen Euro in der nun vertieften Planung auf 9,4 Millionen Euro gestiegen. In dieser Höhe wurden Förderanträge beim Eisenbahn-Bundesamt zur Prüfung angemeldet. Die Umsetzung war für alle Stationen bereits in den Sommerferien 2020 vorgesehen. Die Baumaßnahme an der Station Brucken ist laut Mitteilung Gastels jedoch abhängig von der Verlegung des Bahnübergangs. Diese Verlegung soll erst in den Sommerferien 2022 erfolgen - ebenso in diesem Zuge dann auch der Umbau der Bahnsteige. Auch Verzögerungen bei der Erstellung der Finanzierungsanträge durch ein externes Büro hätten zu einer Verlangsamung der Prozesse geführt. Im Ergebnis bewirkt dies nun, dass ein Teil der Baumaßnahmen in den Sommerferien dieses Jahres und ein anderer Teil erst ein Jahr später erfolgen sollen.

Aus Sicht von Matthias Gastel, der die Herstellung von Barrierefreiheit laut eigenem Bekunden ausdrücklich begrüßt, ist die Aufteilung auf zwei Zeiträume nicht ideal: „Die Strecke soll dafür zweimal voll gesperrt werden. Dies bedeutet auch zweimal Schienenersatzverkehr. Für die Fahrgäste wäre die Konzentration der Bauaktivitäten auf lediglich eine Sperrung besser.“

Der Bundestagsabgeordnete hat sich inzwischen erneut an die Deutsche Bahn gewandt. Nun erkundigt er sich nach den Planungsständen für die Umbaumaßnahmen an mehreren Bahnübergängen und die Auswirkungen auf den Fahrplan. pm

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