Lenninger Tal

Gelbe Bänder laden zum Ernten ein

Streuobst Wer mag, darf von Bäumen der Gemeinde Lenningen Äpfel, Birnen und Zwetschgen pflücken.

24 Bäume der Gemeinde Lenningen sindim Rahmen der Aktion „Gelbes Band“gekennzeichnet. „Mundraub“ ist hierausdrücklich erlaubt. F
24 Bäume der Gemeinde Lenningen sindim Rahmen der Aktion „Gelbes Band“gekennzeichnet. „Mundraub“ ist hierausdrücklich erlaubt. Foto: Carsten Riedl

Lenningen. Nicht jeder, der gerne Apfelmus kocht oder Obst für einen Kuchen vom Baum pflücken würde, hat eigene Wiesen. Und nicht jeder Gütlesbesitzer kommt mit dem Ernten hinterher. Die Aktion „Gelbes Band“ bringt beide zusammen. Erstmals beteiligt sich die Gemeinde Lenningen mit ihren Wiesen an der Aktion. Apfel-, Birn- und Zwetschgenbäume im Gewann „Bissinger Weg“ oberhalb des Radwegs zwischen Ober- und Unterlenningen, an denen ein gelbes Band flattert, dürfen abgeerntet werden. „Auch Obst auf Gemeindebäumen bleibt manchmal hängen“, erklärt Bürgermeister Schlecht. 24 Bäume hat die Gemeinde deshalb gekennzeichnet.

Während in anderen Kommunen Obstbäume versteigert werden, kommen in Lenningen traditionell nur Walnussbäume unter den Hammer. Davon stehen 30 Stück auf der Gemarkung. Die Zahl der Interessenten schwankt zwischen drei und sieben. „Bei anderen Obstbäumen lohnt sich das nicht“, sagt der stellvertretende Bauhofleiter, Jochen Klass. Insgesamt hat die Gemeinde auf 4,5 Hektar Streuobst. Teilweise werden die Flächen von Schafen oder Rindern beweidet. Kindergärten und Schulen bekommen wie in jedem Jahr bei Bedarf Wiesen zugeteilt, um die Bäume abzuernten und mit dem Obst beispielsweise in die Mosterei zu gehen.

Die Pflege der Streuobstbäume übernimmt der Bauhof. „Das ist aber keine intensive Nutzung“, so Jochen Klass. Spritzmittel sind tabu. Auch Privatleute können ihre Bäume mit den gelben Bändern kennzeichnen. „Dieses Jahr haben noch wenige Wiesenbesitzer Bändel abgeholt“, so Klass. „Manche machen aber auch einfach eigene Bänder dran.“ Anke Kirsammer

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