Lenninger Tal

„Gezopft“ wie gesprungen

Spieleshow Neuer Besucherrekord: Der CVJM Owen lockt mit elf anspruchsvollen Mannschaftsspielen 1 250 Zuschauer in die Teckhalle. Von Thomas Krytzner

Zopf-Entflechten war das erste von elf spannenden und abwechslungsreichen Mannschaftsspielen bei „Sieg oder Flieg“ in der Owener
Zopf-Entflechten war das erste von elf spannenden und abwechslungsreichen Mannschaftsspielen bei „Sieg oder Flieg“ in der Owener Teckhalle. Foto: Thomas Krytzner

Die Spannung in der Teckhalle ist förmlich zu spüren. Zum siebten Mal steigt die Team Challenge „Sieg oder Flieg“ des CVJM Owen. Dieses Ereignis ist bereits weit über die Region hinaus bekannt, und so ist es auch kein Wunder, dass Eventleiter Rainer Däschler einen neuen Besucherrekord registrieren kann. „Dieses Jahr haben wir vom Landratsamt die Bewilligung für 1 400 Besucher erhalten - weil Notausgänge in genügender Anzahl vorhanden sind“, freut er sich. Offiziell sind es schließlich 1 250 Zuschauer, die in der Teckhalle nebst den Akteuren für ordentlich Stimmung sorgen.

Gleich zu Beginn ist das Pu-blikum gefordert, denn das heimische CVJM-Team mit Sophia Stegmaier, Katharina Baumann, Robin Schnizler und Philipp Nuffer braucht neue Herausforderer. Drei Teams haben sich im Vorfeld beworben und stellen sich der begeisterten Menge vor. Da fallen Namen wie „Power Rangers“, „Nicer Dicers“ und „Fantastic Four“. Alles junge Menschen, die sich in verschiedenen Wettkämpfen mit dem Heimteam messen wollen.

Doch die Besucher haben das letzte Wort. Mit farbigen Zetteln, die sie in Eimer werfen, wählen sie die neuen Herausforderer. Während des Votings sorgt „For Me And My Sons“ mit drei Songs für Stimmung. Obwohl einige Teams noch versuchen, vor allem die jüngeren Sieg-oder-Flieg-Fans mit Süßigkeiten zu bestechen, fällt die Wahl auf die „Grünen“ - die Power Rangers aus Tübingen. Die vier Jurastudenten, Lea Mitterweger, Linda Schneller, Nicolas Riemann und Andreas Scheffold, haben sich gesucht und gefunden - und nun fordern sie das heimische CVJM-Team heraus.

Der erste Wettkampf steigt. Die acht Mitglieder der beiden Teams dürfen sich auf Transportwägelchen setzen und werden erst einmal gefesselt. Jeder bekommt ein dickes Seilende ans Bein gebunden, und schon die Erklärung durch Moderator Alex Ruff verspricht ein heilloses Durcheinander. Am anderen Ende der Seilstränge ist nämlich mit je vier Seilen ein Zopf geflochten, und diesen gilt es so schnell wie möglich aufzulösen. Dass die Kandidaten dabei auf ihren fahrbaren Untersätzen sitzen müssen, macht die Sache nicht gerade einfach - zum Vergnügen des Publikums. Beide Teams werden angefeuert und bejubelt, während acht Arm- und Beinpaare versuchen, durch geschickte und taktierende Bewegungen den Zopf in seine Einzelteile aufzulösen. Als hätten sie in den letzten Wochen nichts anderes als das Zopf-Entflechten geübt, siegt das Heimteam aus Owen überlegen.

Nacheinander folgen nun weitere anspruchsvolle Spiele, die die Teams an ihre Grenzen bringen. Zum einen sind Wissen und Strategie gefragt, zum andern reine Kraft und Ausdauer. Bei den Liederschnipseln sind Gehör und Musikkenntnisse gefragt. Das traditionelle Outdoor-Spiel fordert das strategische Vorgehen der Teammitglieder, denn nur „Vier gewinnt!“ Das Heimteam des CVJM macht anfangs noch eine gute Partie, muss sich aber am Schluss, quasi in den letzten vier Spielen, geschlagen geben.

Da die Punkte pro Spiel jeweils um einen Zähler steigen, sind nach dem elften Wettkampf, der Wippe, die Power Rangers siegreich und gewinnen mit 46 zu 20 Punkten. Damit verpassen die vier fleißigen Wettkämpfer des Heimteams einen 500-Euro-Gutschein von Intersport Räpple.

Die Sportakrobaten des TSV Friedberg bringen die Stimmung in der Teckhalle mit ihrer Darbietung auf den Höhepunkt. Beim Rausgehen hört man immer wieder Stimmen aus dem begeisterten Publikum: „Nächstes Jahr sind wir beim Siegen und Fliegen wieder in Owen dabei.“

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