Lenninger Tal

Griechenland lockt weiterhin

Das Reisebüro im Lenninger Tal in Owen verzeichnet bislang keine Stornierungen

Noch ist nicht klar, wie sich das Schließen der Banken in Griechenland auf den Tourismus auswirkt. Insbesondere eingefleischte Griechenland-Fans bleiben dem Urlaubsziel bislang treu. Den Tenor der deutschen Reisebranche bestätigt auch das in Owen ansässige Reisebüro im Lenninger Tal.

Griechenland lockt weiterhin
Griechenland lockt weiterhin

Owen. Dass die Nachfrage nach dem krisengeschüttelten Land in dieser Saison nicht mehr ganz so hoch ist wie in anderen Jahren, ist der Eindruck von Mareike Neuffer, Inhaberin des Reisebüros im Lenninger Tal. „Wer zwischen Spanien und Griechenland geschwankt hat, fliegt dieses Jahr eher nach Spanien“, so die Fachfrau. Umbuchungen oder spezielle Anfragen habe es in den letzten Tagen jedoch nicht gegeben. Eingefleischte Griechenland-Fans ließen sich durch die Diskussion um den Verbleib im Euro nicht von ihrer Liebe zu Hellas abbringen. Ob Korfu, Kreta oder Santorin – wie Mareike Neuffer sagt, stehen bei den Urlaubern vor allem die griechischen Inseln hoch im Kurs. Punkten könne das Land bei Urlaubern insbesondere durch seine Vielfalt und die Gastfreundschaft. Da nicht ganz klar ist, ob die Bankautomaten genügend Geld ausspucken, rät Mareike Neuffer dazu, genügend Bargeld mitzunehmen. Noch habe sie keine Rückmeldungen vonseiten Reisender. Gespannt ist sie deshalb auf die Erfahrungen von Kunden, die in nächster Zeit in Richtung Mittelmeer fliegen. Vielleicht wirke sich auf die Reisebranche auch das Referendum vom kommenden Sonntag aus.

Wie sich die tickende Schuldenuhr in einzelnen Hotels bemerkbar macht, hänge sicher auch vom jeweiligen Management ab, gibt die Chefin des Reisebüros zu bedenken. Viele seien gar nicht in griechischer Hand. „Wenn das jemand gut im Griff hat, kann es sein, dass die Urlauber gar nichts von der Krise mitbekommen.“ Eins steht für Mareike Neuffer fest: „Sobald es ans Essen geht und die Leute merken, dass die Qualität nachlässt, wird es eng.“

Prompt ausgewirkt hat sich indes der Terroranschlag am Strand von Sousse vergangene Woche. „Alle Leute, die in nächster Zeit nach Tunesien gegangen wären, haben ihre Reise storniert“, sagt Mareike Neuffer. Die Veranstalter hätten äußerst zügig reagiert. „Innerhalb von fünf Stunden nach dem Anschlag haben alle per E-Mails kostenlose Stornierungen angeboten.“

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