Lenninger Tal

Heiße Wettkämpfe trotz grauer Wolken

Aktionstag Kinder und Jugendliche der Lenninger Realschule liefern sich bei „Swim and Run“ Wettkämpfe im Becken und auf der Straße. Mitschüler spenden frenetischen Applaus. Von Thomas Krytzner

Wer gestern am frühen Morgen in Oberlenningen unterwegs war, wird sich gewundert haben. Aus dem Freibad ertönte Discomusik. Es lag jedoch nicht am Bademeister, der etwa verfrüht eine Sommerparty gestartet hatte, sondern an über 140 Realschülern, die zum dritten Mal den sportlichen Schulhöhepunkt „Swim and Run“ absolvierten.

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Das Wasser des Lenninger Freibads war mit 25 Grad beim gestrigen „Swim and Run“ wärmer als die Luft.Fotos: Thomas Krytzner
Das Wasser des Lenninger Freibads war mit 25 Grad bei der dritten Auflage des „Swim and Run“ am Mittwoch wärmer als die Luft. Foto: Thomas Krytzner

Kurz vor 8 Uhr wuselten bereits die ersten Schüler und Lehrer am Schwimmbecken herum und begannen mit den Vorbereitungen: Da mussten die Bahnen beschriftet werden, die Lautsprecheranlage gerichtet und verschiedene Absperrbänder gezogen werden. Auch die Mitglieder im Schulsanitätsdienst hatten ihre gelben Westen bereits angelegt. Sie standen den Teilnehmern von Anfang an zur Seite. Während sich die Athleten auf den bevorstehenden Wettkampf vorbereiteten, wurden die Schwimmbahnkontrolleure instruiert und die Streckenposten auf der Laufstrecke positioniert. Wer nicht am Wettkampf teilnahm und keine andere Aufgabe hatte, postierte sich entlang der Strecke, um die Schulkameraden anzufeuern. Dazu gab es extra Fähnchen. Einige hatten sogar lautstarke Gas­tröten dabei.

Wie die Stars bei internationalen Wettkämpfen wurden die Schulathleten im Freibad begrüßt, und Punkt 8.30 Uhr startete die dritte Auflage des „Swim and Run“. Das Wasser war mit 25 Grad wärmer als die Luft. Die Sonne ließ sich im Lauf des Morgens kaum blicken. Da war eher noch Wasser von oben zu spüren. Dies hinderte die Schulsportler jedoch nicht daran, sich heiße Wettkämpfe im Wasser, auf der Straße und auf der Wiese zu liefern. Immer wieder gab es motivierende Anfeuerungsrufe der Mitschüler.

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Foto: Thomas Krytzner

Die Streckenposten auf der Straße warteten bereits auf die ersten Läufer. Sie mussten aber nach dem Schwimmwettkampf erst mal klatschnass in die Laufkleidung steigen, um sich danach möglichst schnell auf den Crosslauf zu begeben. Einige absolvierten beide Disziplinen, andere hatten Staffeln gebildet. Ein Teil schwamm ausschließlich, der Rest rannte die abgesteckte Strecke. Im Ziel wurden aber alle mit frenetischem Applaus begrüßt und umgehend von den Schulsanitätern betreut und umsorgt. Da gab es aufmunternde Worte, wenn die Enttäuschung über die eigene Leistung zu groß war. Viel mehr hatten die medizinischen Helfer aber mit der Kälte zu tun. Sie packten deshalb die Sportler kurzerhand in Decken ein. Gegen den Flüssigkeitsverlust gab es im Zielraum fruchtige Melonen und Getränke. Miriam, die bereits zum dritten Mal in ihrer Kategorie als Siegerin über die Ziellinie lief, dachte gar nicht an eine Pause. „Ich muss die anderen Sportler unterstützen und mitlaufen“, rief sie und schwups war sie schon wieder an der Strecke. Für die Schüler und Lehrer war der „Swim and Run“ gleichzeitig sportlicher Schlusspunkt des Schuljahres.

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Foto: Thomas Krytzner