Lenninger Tal

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Schule Die großen Varianten für die Betreuung von Ganztageskindern in Unterlenningen sind vorerst vom Tisch. Nun wird ein Klassenzimmer umgebaut. Von Anke Kirsammer

Weitgehend ungenutzt führt der Fachraum für Kunst und Werken an der Lindenschule ein Schattendasein. Er wird saniert, damit Schu
Weitgehend ungenutzt führt der Fachraum für Kunst und Werken an der Lindenschule ein Schattendasein. Er wird saniert, damit Schulkinder dort außerhalb des Unterrichts betreut werden können. Foto: Jean-Luc Jacques

Die Schulkindbetreuung in Unterlenningen bekommt einen neuen Raum: Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, einen derzeit kaum genutzten Fachraum für Technisches Werken im Erdgeschoss des Altbaus umzubauen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 100 000 Euro.

Dass es bei der Betreuung außerhalb des Unterrichts an der Lindenschule zu eng hergeht, hatte vergangene Woche auch die Kommunalentwicklung in ihrer Bedarfsplanung festgestellt. Moniert wurde, dass den 24 Kindern, die nach dem Unterricht durchschnittlich in der Schule bleiben, notwendige Rückzugsmöglichkeiten fehlen.

Die Gemeinde selbst beschäftigt sich bereits seit längerer Zeit mit dem Thema. Untersucht worden war, ob sich das Dachgeschoss im Altbau der Grundschule oder das an den Schulhof angrenzende Gebäude Schulgarten 2 für die Betreuung eignen würden. Die Ausbau- und Sanierungsarbeiten hätten die Gemeinde jedoch eine Million beziehungsweise 1,2 Millionen Euro gekostet. „Solche Beträge auszugeben, konnten wir uns nicht vorstellen“, sagte Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht. Zusammen mit der Schulleitung, den Elternvertretern und den Erzieherinnen wurde deshalb der Vorschlag erarbeitet, den Fachraum auf Vordermann zu bringen. Damit würde es gelingen, mehr Interessen unter einen Hut zu bringen, weil der Raum größer ist als der bisher dafür genutzte im Neubau. In dem bislang als Lager dienenden Nebenraum wird eine Küche eingebaut. Zum Mittagessen gehen die Kinder jedoch weiterhin in die nahe gelegene Sulzburghalle.

Geplant ist unter anderem, den Raum nicht nur zu entrümpeln und neu zu möblieren, sondern auch den bestehenden Parkettboden zu ergänzen, eine abgehängte Akustikdecke einzubauen und die Wände mit einem neuen Anstrich zu versehen. Bei den Bauarbeiten soll außerdem dem Geruchsproblem auf den Grund gegangen werden, das dazu geführt hat, dass das Zimmer kaum belegt ist.

Die Schulkindbetreuung in Unterlenningen muss laut Michael Schlecht auf längere Sicht „weiterentwickelt“ werden, doch selbst wenn es dafür irgendwann eine ganz andere Lösung gibt, hält er die jetzt getätigten Ausbaukosten für gut angelegtes Geld. Der Raum sei dann wieder vernünftig hergestellt und für den Unterricht nutzbar.

Der Gemeinderat unterstützte den Verwaltungsvorschlag einhellig. Falk Kazmaier sprach von einem „richtigen Schnäppchen“. Karl Boßler wies darauf hin, dass der Ausbau des Dachgeschosses auch wegen des Brandschutzes nicht so einfach machbar gewesen wäre und empfahl ebenfalls die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante. „Ich war bass erstaunt, dass dieser Raum nicht genutzt wird“, sagte Dr. Ulrich Jaudas. „Man muss ihn instand setzen.“ Das sah der Rest des Gemeinderats genauso. Die Bauarbeiten sollen sobald wie möglich über die Bühne gehen.

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