Lenninger Tal

Hilfen rund um den Piks

Pandemie Sind keine Angehörigen da, unterstützen die „Netze“ beim Vereinbaren von Impf­terminen.

Die Netze helfen alleinstehenden Senioren bei der Vereinbarung  von Impfterminen. Foto: Markus Brändli
Die Netze helfen alleinstehenden Senioren bei der Vereinbarung  von Impfterminen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Nach wie vor tun sich manch ältere Menschen schwer, an die ersehnte Corona-Impfung heranzukommen. Gibt es in ihrem Umfeld niemanden, der ihnen unter die Arme greift, helfen die Stadt Kirchheim beziehungsweise die Netze. Der Kirchheimer Verein „buefet“ vereinbart für alle Mitglieder beziehungsweise Fördermitglieder des „Betreuten Wohnens zu Hause“ Impftermine. Kirchheimern, die keine nahestehenden Angehörigen, Freunde oder Bekannte haben, die bei der Terminvereinbarung helfen können, bietet die Stadt ihre Unterstützung an. Unter der Nummer 0 70 21/50 23 33 ist das Team der Verwaltung montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Wenn es notwendig ist, werden die Senioren auf Spendenbasis auch von einem Vertreter von „buefet“, dem Bürgernetz Nabern oder den Maltesern zu einem Impfzentrum begleitet.

„Wir organisieren Impftermine für jeden, der es selbst nicht kann oder niemanden hat, der ihn unterstützt“, sagt die Leiterin der Geschäftsstelle von „Unser Netz“ Lenningen und Owen, Gabriele Riecker. Fahrten zu den Impfzentren bietet der Verein allerdings nur für die Bewohner der Wohnanlage und die Menschen im „Betreuten Wohnen zu Hause“ an. Sie sind außerdem kostenpflichtig. „Super“ findet sie die Impfaktion in der Dettinger Schlossberghalle vom Wochenende. In ein Kreis­impfzentrum gefahren zu werden, sei für viele einfach zu anstrengend. Für die Angehörigen sei es ebenfalls eine große Hilfe gewesen, weil die Fahrt nach Dettingen nicht so viel Zeit koste.

Rosemarie Bühler, Leiterin der Koordinationsstelle des „Sozialen Netzes Raum Weilheim“ würde sich ein solches Angebot vor der Haustür für Senioren ebenfalls wünschen. „Das wäre eine große Erleichterung“, sagt sie. Ohnehin hofft sie auf eine rasche Durchimpfung und Schnelltests, um möglichst bald auch wieder Betreuungangebote machen zu können. Auch das Weilheimer „Netz“ organisiert für Menschen, die auf sich allein gestellt sind, Impftermine und begleitet sie gegen eine Gebühr dann auch zum schützenden Piks. Anke Kirsammer

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