Lenninger Tal

Hochwangsteige ist vier Wochen zu

Straßenverkehr Weil der Wald aus Sicherheitsgründen ausgelichtet werden muss, wird der Albaufstieg vom 29. Oktober bis zum 30. November gesperrt. Drei Unternehmen erledigen die Arbeiten. Von Anke Kirsammer

Weil die letzte größere Fällaktion bereits neun Jahre her ist, ragen an der Hochwangsteige viele Äste über die Fahrbahn. Der Nov
Weil die letzte größere Fällaktion bereits neun Jahre her ist, ragen an der Hochwangsteige viele Äste über die Fahrbahn. Der November soll komplett genutzt werden, um die Böschung zu stutzen.Foto: Carsten Riedl

Schon vor knapp einem Jahr hat Lenningens Revierförster Alexander Klein das Vorhaben angekündigt: Der Wald entlang der Hochwang­steige muss in großem Stil ausgelichtet werden. Aus Sicherheitsgründen braucht es für die Arbeiten eine Vollsperrung. Geplant ist die Fällaktion vom 29. Oktober bis zum 30. November. In diesen vier Wochen kann auch der Schulbus die Verbindungsstrecke zwischen Hochwang und Unterlenningen nicht befahren.

Vor neun Jahren heulten an dem Albaufstieg letztmals die Motorsägen - laut Alexander Klein ist es nun höchste Zeit, das nachgewachsene Gehölz zu stutzen. „Auch in der zweiten Reihe stehen Bäume, die nicht mehr in bestem Zustand sind“, so lautet ein Argument des Försters. Oberhalb der Straße möchte er deshalb auf der ganzen Länge des Albaufstiegs bis zu der Stelle, an der die großen Fangzäune beginnen, einen 30 bis 35 Meter breiten Streifen abholzen. „Allein die Böschung runterzusägen ist ein Riesenaufwand“, so der Förster. Der Sicherungshieb soll insbesondere verhindern, dass Äste oder morsche Bäume auf die Fahrbahn fallen. Mit Hochdruck arbeitet Alexander Klein an der Vorbereitung des Projekts. Dazu gehört die Abstimmung mit Behörden, aber auch das Anschreiben aller 70 Privatwaldbesitzer der gut 160 Parzellen. 2009 konnten sie während der Sperrung im eigenen Wald selbst Holz schlagen. Davon rückt Alexander Klein dieses Mal ab: „Einer fällt Bäume, der Nächste fährt rauf, der Andere runter. Das ist sehr gefährlich“, sagt er.

Beauftragt sind drei Unternehmen, die an mehreren Stellen gleichzeitig schaffen. Die Privatwaldbesitzer müssen nichts für die Leistung bezahlen, sollen allerdings auch nicht am Erlös beteiligt werden. Bevor die Arbeiten starten, möchte der Förster sämtliche Waldbesitzer zu einer Infoveranstaltung einladen. Wie Alexander Klein erklärt, ist die Aktion nicht nur arbeitsintensiv, sondern auch teuer: Allein das Abmontieren und Wiederanbringen der Leitplanken taxiert er auf 27 000 Euro. Hinzu kommen weitere Beträge, beispielsweise für die Straßensperrung beziehungsweise für die weiträumige Umleitung. Der Landkreis Esslingen und die Gemeinde Lenningen teilen sich die Kosten je zur Hälfte. „Was wir durch das Holz einnehmen, müssen wir komplett in die Fixkosten reinstecken“, erklärt der Förster.

Brennholz wird es für Kachelofen- und Kaminofenbesitzer aus dem Hieb nicht geben. „In der Steige gibt es keine Möglichkeiten, das Holz seitlich zu lagern“, erklärt Alexander Klein dazu.

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