Lenninger Tal

Hochwasserschäden werden beseitigt

Gewässer Die Gemeinde Lenningen sichert die abgebrochenen Ufer der Lauter in Oberlenningen und Brucken. Vor fünf Jahren hatte anhaltender Starkregen die Böschungen abgerissen. Von Anke Kirsammer

In der Nähe der Obdachlosenunterkünfte in Oberlenningen ist die Böschung teilweise unterspült. Mit Kalkquadern soll das Ufer ges
In der Nähe der Obdachlosenunterkünfte in Oberlenningen ist die Böschung teilweise unterspült. Mit Kalkquadern soll das Ufer gesichert werden.Foto: Jean-Luc Jacques

Umgestürzte Bäume, ausgehöhlte Feld- und Forstwege und überflutete Keller - im Juni 2013 hatte tagelanger Dauerregen in Lenningen große Schäden angerichtet. Die meisten Spuren wurden längst beseitigt, doch was die Wassermassen angerichtet haben, ist auch nach fünf Jahren noch offensichtlich. Jetzt nimmt die Gemeinde die Sanierung der in Mitleidenschaft gezogenen Ufer in Angriff.„Wenn Wasserrechtsverfahren auf Artenschutz trifft, dann dauert es“, sagte Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht im Gemeinderat dazu etwas flapsig. Im Frühjahr lag die wasserrechtliche Genehmigung auf dem Tisch. Erst anschließend konnten die Arbeiten ausgeschrieben werden.

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Notwendig sind Sanierungen in Oberlenningen im Bereich der Stellebrücke sowie in Brucken vor der Brücke „Obere Straße“. Fast senkrecht fällt das Gelände in der Nähe der Obdachlosenunterkünfte in Oberlenningen seit dem Hochwasser in das Bachbett ab. Die Böschung ist teilweise unterspült, und die angrenzende Wiese am Rand nicht mehr begehbar. Geplant ist auf 70 Metern, die Böschung im unteren Bereich durch Kalkquader zu sichern und im oberen Bereich abzuflachen. Gehölze sollen helfen, das Ufer zu stabilisieren. Damit das Gewässer erlebbar wird, ist ein Fußpfad geplant, der Zugang zur Lauter verschafft.

Vor der Brücke „Obere Straße“ in Brucken ist entlang eines bebauten Grundstücks das Ufer beim Hochwasser abgebrochen, Bäume wurden unterspült, und das Gewässer hat sich dort in den vergangenen Jahren um rund einen Meter nach rechts verlagert. Geplant ist, das Ufer auf einer Länge von 35 Metern ebenfalls mit Steinquadern zu befestigen und die Lauter wieder zurückzuverlagern. Gehölze wie Erlen sollen die Böschung anschließend sichern. Die Arbeiten in beiden Ortsteilen belaufen sich insgesamt auf gut 184 000 Euro. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Auftrag an ein Lenninger Unternehmen zu vergeben.