Lenninger Tal

In die Tiefen der Höhlen einsteigen

Naturkunde Beim Info- Abend der Höhlenforscher aus Grabenstetten steht eine fränkische Höhle im Mittelpunkt.

Falkensteiner Höhle
Die Falkensteiner Höhle hat besondere Reize. Foto: Michael Schmitt

Grabenstetten. Am kommenden Samstag, 9. November, öffnet die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten ab 18 Uhr die Pforten der Falkensteinhalle in Grabenstetten zu einem Gäste- und Informationsabend. Die Mühlbachquellhöhle steht dabei im Mittelpunkt dieses Abends.

Für Höhlenkundler ist die Mühlbachquellhöhle quasi die Falkensteiner Höhle der Fränkischen Alb, denn auch dieses rund 7,7 Kilometer lange System wird von einem Bachlauf durchflossen und zählt mit zu den zehn längsten Höhlen Deutschlands. Über die Besonderheiten werden Vertreter der Karstgruppe Mühlbach an diesem Abend ausführlich berichten. Die aktive Wasserhöhle im fränkischen Karst speist eine der größten Karstquellen in Nordbayern. Jede Sekunde treten im Durchschnitt etwa 300 Liter Wasser im Quellteich des Mühlbaches aus dem Juragebirge zutage. Für Forscher war dies bereits seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts Anlass, den Geheimnissen der umliegenden Höhlen auf den Grund zu gehen.

Der Vortragsabend soll allerdings auch Gelegenheit bieten, um mit den Höhlenkundlern ins Gespräch zu kommen. Fragen zur Verkarstung, zur Schwäbischen Alb oder zu bestimmten Höhlen werden den Gästen gerne beantwortet. Zudem werden an einer Buchtheke höhlenkundliche und regionalgeologische Schriften angeboten. Auch wer seine Ausrüstung vervollständigen möchte, kommt auf seine Kosten, denn die Arge Grabenstetten verkauft gebrauchtes Equipment aus dem Materiallager des Vereins. Erhältlich sind auch der Höhlenkalender „Unterwelten 2020“ und das aktuelle Jahresheft der Arge Grabenstetten.

Die Höhlenrettung Baden-Württemberg ist mit einem Infostand vertreten und der Caveshop bietet aktuelle Höhlenausrüstung an. Der Eintritt ist frei. ra

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