Lenninger Tal

„Kleinklima“ setzt Kirchturm zu

Grabenstetten. Ein neues Gerüst am Kirchturm in Grabenstetten soll dabei helfen, marode Hölzer am Fachwerk auszutauschen und den Turm mithilfe eines speziellen Putzes langfristig zu erhalten. Durch diese Maßnahme ist das Fachwerk künftig zwar von außen nicht mehr sichtbar, doch die Hölzer sind vor dem Schlagregen geschützt, dem sie bisher schutzlos ausgeliefert waren.

Wie der Ermstalbote berichtet, wurde der Turm erst im Jahr 2004 gründlich saniert. Dennoch ist es notwendig, nun das Fachwerk zu verputzen. Damals wurden viele kaputte Balken durch abgelagerte Eichenbalken fachmännisch ausgetauscht und darauf geachtet, dass Wasser sich nicht in Hohlräumen ansammeln kann. Trotzdem sind schon wieder leichte Schäden festzustellen, die ernsthafte Folgen haben können.

Laut Aussagen verschiedener Sachverständiger ist das Kleinklima, dem der Kirchturm in Grabenstetten ausgesetzt ist, für das Fachwerk schädlich. Als höchstes Gebäude weit und breit ist der Turm dem Schlagregen ausgeliefert. Sporen und Pilze, die bei dieser Feuchtigkeit prächtig gedeihen, zersetzen das Holz von innen her. Der Spezialputz soll das Eindringen der Feuchtigkeit verhindern, damit das Wahrzeichen von Grabenstetten erhalten bleibt – auch wenn das Aussehen etwas verändert wird.eb

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