Lenninger Tal

Konzert im Zeichen des Lichts

Weihnachten Die Lenninger Schulen haben ihr großes Gemeinschafts-Event in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt veranstaltet. Von Günter Kahlert

Teamwork in der Familie Führinger: Lenninger Realschulchor mit Chorleiterin Annegret am Klavier und ihrem Vater Josef als Dirige
Teamwork in der Familie Führinger: Lenninger Realschulchor mit Chorleiterin Annegret am Klavier und ihrem Vater Josef als Dirigent. Fotos: Günter Kahlert

Das traditionelle Adventskonzert in Lenningen ist wie ein Familienfest. Am Veranstaltungsort im Schulzentrum zieht man alle Register: Realschule, Werkrealschule, Grundschule, der Lehrerchor und dazu noch die Musikschule - alle sind in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt dabei. Und da sind natürlich Mamas, Papas, Omas, Opas und viele Lenninger, die das Event seit Jahren schätzen. Dieses Jahr ist das Gotteshaus noch voller als sonst. Trotz extra Stühlen im Gang blieben vielen Gästen nur noch Stehplätze. Das lag auch daran, dass Chorleiterin Sophie Stierle mit der Grundschule einen großen Aufschlag hingelegt hat: 2018 waren noch 20 ABC-Schützen dabei, für die aktuelle Ausgabe des Adventskonzerts konnte sie schon 50 Kleine begeistern. Und die haben sichtlich Spaß daran.

Die Lenninger Schulen präsentieren bei ihrem Adventskonzert nie eine platte Greatest-Hits-Sammlung der bekanntesten Weihnachtslieder, das wäre ja auch zu einfach. Es gibt stets ein Motto, das in den sorgsam ausgesuchten aber oftmals wenig bekannten Musikstücken immer wieder mal auftaucht. Dieses Jahr ist „Licht“ die Klammer des Abends, es steht für das Licht, das mit der Geburt Jesu in die Welt kam.

Aber erstmal empfangen Andrej Podvinskis Bläser von der Werkrealschule die eintreffenden Gäste mit weihnachtlichen Klängen. Musik schon vor dem eigentlichen Konzert ist eine neue Idee und kommt gut rüber.

Dann der Start in den Abend, das Licht in der Kirche geht aus, im Altarraum singen die Chöre von Grundschule und Realschule gemeinsam „Mache dich auf und werde Licht“. Die mehr als 100 kleinen Sängerinnen und Sänger haben LED-Kerzen in der Hand zur Einstimmung des Publikums auf das folgende Programm. Ein wirklich stimmungsvoller Auftakt.

Was dann folgt, ist bei aller weihnachtlichen „Besinnlichkeit“ schlicht eine attraktive, bunte Mischung. Auf Vera Reinolds Projektensemble der Musikschule, folgt der Realschulchor, dann die Pop-Fraktion mit Joachim Maiers Werkrealschulband, einfach unterschiedliche Akzente zum Thema Weihnachten. Auch Theater ist wieder Bestandteil des Lenninger Adventskonzertes. „Das Weihnachtslicht“ heißt passend zum Motto des Abends das Stück, das die Theater AG von Realschulkonrektorin Christine van Dornick die letzten acht Wochen einstudiert hat. Und es gibt noch einen zweiten Teil der Theater AG: „Engel Fidor rettet Weihnachten“, eine vorgelesene Weihnachtsgeschichte. Was die drei Fünftklässlerinnen Sophie, Mia und Markela da im Wechsel abliefern, ist erstaunlich. Richtig gut vorgelesen, fast schon erzählt, da hätten manche Erwachsene sicherlich mehr Schwierigkeiten mit den Texten gehabt.

Ungewohntes Teamwork gibt es bei den Auftritten des Realschulchores: Chorleiterin Annegret Führinger spielt ausnahmsweise Klavier, ihr Vater Josef, eine Lenninger Chorleiter-Legende, übernimmt das Dirigieren. Das hat perfekt geklappt, keine Frage. Einzelne Programmpunkte kann man nicht hervorheben, alle haben gepasst, alle waren gut. Für kleine Highlights sorgte vielleicht der Grundschulchor „Lichterkinder“, von Sophie Stierle choreographiert, der immer wieder LED-Kerzen in die Höhe streckt oder ein bewegendes „Hallellujah“ von Leonard Cohen mit Matthias Benders Realschulband singt.

Am Schluss wird es wieder eng im Altarraum der Kirche. Alle beteiligten Chöre auf der Bühne, das gewohnte „Wimmelbild“. Gemeinsam singen sie „Hört der Engel helle Lieder“, ein schöner Abschluss des Lenninger Adventskonzertes 2019. Verdienter Applaus und zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten. Geschafft!

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