Lenninger Tal

Laden sucht Nachfolger

Michaela Bosch gibt nach 18 Jahren Schreibwarengeschäft in der Oberlenninger Marktstraße auf

Noch kurz den Lottoschein abgegeben, ein Paket auf die Reise geschickt oder eine Postkarte gekauft – Anlaufstelle für solche Erledigungen ist in Oberlenningen das Schreibwarengeschäft von Michaela Bosch. Nun will die 37-Jährige den Laden in andere Hände übergeben.

Bürobedarf, Geschenkartikel, Zeitschriften, Wolle und mehr führt das Schreibwarengeschäft von Michaela Bosch in Oberlenningen. U
Bürobedarf, Geschenkartikel, Zeitschriften, Wolle und mehr führt das Schreibwarengeschäft von Michaela Bosch in Oberlenningen. Um mehr Zeit für die Familie zu haben, hat die 37-Jährige nun eine andere berufliche Perspektive für sich entwickelt.Foto: Jean-Luc Jacques

Lenningen. Es liegt weder an der Miete noch daran, dass der Laden sich nicht lohnen würde: „Das ist alles nicht das Problem“, beteuert Michaela Bosch, Chefin des Geschäfts in der Oberlenninger Marktstraße. „Ich möchte einfach mehr Zeit für die Familie haben“, erklärt die 37-jährige Hochwangerin. An dem Geschäft hänge viel Arbeit. Auch sei kaum Urlaub drin. Ist der Schreibwarenladen offen, steht sie oft selbst hinterm Verkaufstisch. Hinzu komme die Arbeit von zu Hause aus, wie die Buchhaltung und Bestellungen.

Schreibwaren, Geschenkartikel, Zeitschriften, Wolle und Bastelmaterial finden sich unter anderem in dem 60 Quadratmeter großen Verkaufsraum. „Man hat sein Auskommen mit dem Laden“, sagt Michaela Bosch. Dafür sorgten allein schon die integrierte Lottoannahmestelle sowie die Postagentur. „Wer ihn übernimmt, hat die Chance, ein eingeführtes Geschäft zu bekommen“, so die Inhaberin. Vorteil sei, es nicht aufbauen zu müssen.

Seit Jahrzehnten ist der Schreibwarenladen neben der Sankt Martinskirche angesiedelt. Alte Oberlenninger werden sich noch gut daran erinnern, wie einst Julius Klein hinter Bergen von Stiften, Heften und Ordnern in dem Laden regierte – ein Original, das seine Kunden immer mit einem flotten Spruch bediente. Mit der Aufgabe durch Michaela Bosch geht nun nach 18 Jahren eine Ära zu Ende. Eine Umstellung werde es für sie in jedem Fall, sagt die Inhaberin. „In der Zeit hat man viele Kunden kennengelernt.“ Dennoch ist es für sie wichtig, den Schnitt bald zu machen, hat sie für sich doch beruflich eine andere Perspektive. Interessenten für die Nachfolge gibt es bereits.

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