Lenninger Tal

Leiser Granit für die alte Hauptstraße

Sanierung Die grobe Richtung für den Ausbau der Owener Steingaustraße steht. Es gibt einen Gehweg mit Hochbord.

Die Steingaustraße ist in keinem guten Zustand und wird saniert. Foto: Jean-Luc Jacques
Die Steingaustraße ist in keinem guten Zustand und wird saniert. Foto: Jean-Luc Jacques

Owen. Die Steingaustraße in Owen hat eine gewisse Verbindungsfunktion und muss saniert werden. Ein Gehweg soll für die Sicherheit der Fußgänger sorgen. Damit er diese Funktion auch übernehmen kann, muss er eine Mindestbreite von eineinhalb Meter haben. „Bislang gibt es eine Pseudo-Gehwegfläche - das Pflaster“, erklärte Manfred Mezger vom Büro mquadrat im Gemeinderat. Der Planer muss sich mit der gebauten Situation vor Ort auseinandersetzen, denn viele Mäuerchen entlang der Straße sind im Laufe der Zeit entstanden, die sich nicht unbedingt am Grenzverlauf orientieren. Damit keine Schlangenlinien entstehen, muss ausgeglichen werden. Die Straße bekommt eine Art Pufferstreifen.

Vier Alternativen hatte der Planer in petto, die er dem Gremium vorstellte. „Wir empfehlen eine Kombination aus den Varianten zwei und drei“, erklärte er. Variante zwei sieht einen Asphaltgehweg vor, Variante drei einen etwa zehn bis zwölf Zentimeter hohen Hochbord-Randstein, damit Autofahrer den Gehweg als solchen akzeptieren.

Im Bereich des Stadtgrabens ist gebrochenes Granitmaterial eingebaut, das Schäden aufweist. „Das Pflaster ist uneben und deshalb gibt es das laute Rumpeln, wenn Autos drüberfahren“, erläuterte Manfred Mezger. Aus gestalterischen Gründen würde er das Pflaster dort weiterhin verwenden, allerdings sollten es neue Granitsteine sein, die gesägt und gestaucht sind. „Die sind deutlich leiser und haben eine fast glatte Oberfläche. Den Übergang wird man aber trotzdem hören“, so der Planer. Er riet davon ab, die Brücke über dem Stadtgraben zu asphaltieren: „Das Pflaster markiert die Grenze vom Neubaugebiet in der Steingaustraße zum historischen Stadtkern.“

Während der Diskussion wurde deutlich, dass die Gemeinderäte gleicher Ansicht waren wie der Planer. Sie favorisierten die Kombination der Varianten zwei und drei.

„Die Details werden wir später in der Ausführungsplanung genauer anschauen“, erklärte Bürgermeisterin Verena Grötzinger. Zur Abstimmung stellte sie eben jene Kombi mit asphaltiertem Hochbord-Gehweg, der auf der westlichen Seite der Steingaustraße angelegt wird. Das Granitpflaster soll den Übergang ins historische Oberstädtle verdeutlichen und, wie vorgeschlagen, der Stein eine gesägte und gestauchte Oberfläche haben. Außerdem soll der Gehweg so weit wie möglich in die anschließende Marktstraße reingezogen werden. Bei einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat diese erste Grobplanung. Iris Häfner

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