Lenninger Tal

Lenningen und Weilheim suchen händeringend nach Wohnraum für Geflüchtete

Soziales Die beiden Kommunen bitten die Bevölkerung um Hilfe. 

Die Gemeinden stellen sich darauf ein, dass sie Geflüchteten aus der Ukraine Unterschlupf bieten müssen. Symbolbild

Lenningen/Weilheim. Lenningens Bürgermeister Michael Schlecht hat die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine als Herkulesaufgabe bezeichnet. Noch sei nicht absehbar, welche geopolitischen Auswirkungen der Krieg langfristig habe. Seine Gedanken seien bei den Opfern und den Menschen, die gezwungen seien, ihr Land zu verlassen. „Für mich ist es wichtig, dass wir uns als kleine Gemeinde solidarisch zeigen“, sagte der Rathauschef. Kämen eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland, bedeute das für Lenningen, dass zwischen 90 und 100 Menschen aufgenommen werden müssten. Die Gemeinde alleine könne das nicht stemmen. Er rief deshalb dazu auf, privaten Wohnraum anzubieten und sich ehrenamtlich einzubringen. Weil überwiegend Frauen und Kinder kommen, stelle man sich auch auf erhebliche Auswirkungen auf die Kindertageseinrichtungen und Schulen ein. Neun Geflüchtete sind nach dem Kenntnisstand der Verwaltung bereits in der Gemeinde untergekommen.

In Weilheim sind bereits 49 Geflüchtete aus der Ukraine angekommen

Einen dringenden Appell hat auch Weilheims Ordnungsamtsleiter Helmut Burkhardt an die Bevölkerung gerichtet: „Wer Unterkünfte zur Verfügung stellen kann, soll sich bei uns melden.“ Zwar seien schon Angebote bei der Stadt eingegangen. „Es könnten aber noch mehr werden“, so Burkhardt. Weil ein großer Teil der Flüchtlingsunterkünfte im Kreis belegt sind, drohen Engpässe. „Notfalls müssen wir auf Sporthallen und ähnliches ausweichen“, sagt der Leiter des Ordnungsamts. In Weilheim sind bislang 49 Geflüchtete aus der Ukraine angekommen. Bei den meisten handelt es sich um Frauen und Kinder. ank/bil

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