Lenninger Tal

Leuze plant ein Hochregallager

Bauvorhaben Im Gewerbegebiet „Gänsäcker“ in Unterlenningen soll ein modernes Verteilzentrum entstehen. Die Gemeinde begrenzt die maximale Gebäudehöhe auf 16 Meter. Von Anke Kirsammer

Um das Verteilzentrum samt Hochregallager bauen zu können, muss ein Teil der bestehenden Halle abgerissen werden. Der angrenzend
Um das Verteilzentrum samt Hochregallager bauen zu können, muss ein Teil der bestehenden Halle abgerissen werden. Der angrenzende Shedbau und der Altbau mit dem markanten Türmchen sind von der Planung nicht tangiert.Foto: Jean-Luc Jacques

Die Owener Firma Leuze electronic möchte im Gewerbegebiet Gäns­äcker in Unterlenningen ein Verteilzentrum samt Hochregallager bauen. In Owen gefertigte elektronische Bauteile wie Sensoren oder Lichtgitter sollen dort gelagert, verpackt und versandfertig gemacht werden. „Aufgrund des Wachstums unserer Firma platzen unsere Hallen aus allen Nähten“, erklärt der Leiter der Projektentwicklung der C.A. Leuze GmbH, Andreas Decker, dazu. Die Firma ist Grundstückseigentümerin des Geländes in Unterlenningen.

Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, das Hochregallager bis zu 20 Meter hoch zu bauen. Der Bebauungsplan erlaubt in dem Bereich jedoch lediglich eine Gebäudehöhe von zwölf Metern. Nun läuft es auf einen Kompromiss zu: Die Gemeinde trägt eine Höhe von 16 Metern mit. „Das Gebäude liegt drei Meter tiefer als die Max-Leuze-Straße. Deshalb ist das städtebaulich vertretbar“, sagt die Leiterin des Bauverwaltungsamts, Erika Biedermann-Keck. Einstimmig fasste der Gemeinderat einen Aufstellungsbeschluss, um den Bebauungsplan in einem beschleunigten Verfahren zu ändern. Die Kosten in Höhe von 5 000 Euro soll die Firma bezahlen, weil das Vorhaben die Bebauungsplanänderung notwendig macht.

Geplant ist, die Höhe von 16 Metern auf eine Grundfläche von 1 000 Quadratmeter zu beschränken. Um das Hochregallager zu ermöglichen, müssen jedoch der Bebauungsplan für das gesamte Areal und das Baufenster etwas geändert werden. Wie Andreas Decker sagt, kann Leuze electronic trotz der Höhenbeschränkung bauen: „Dadurch wird es zwar teurer, aber wir akzeptieren die Vorgaben der Gemeinde.“ Das Hochregallager werde von der Fassade eingerückt. Damit sei die Höhe weniger sichtbar.

Schon jetzt nutzt Leuze electronic die bestehenden, insgesamt 6 500 Quadratmeter großen Hallen auf dem Unterlenninger Gelände als Zwischenlösung. „Die Mitarbeiter legen dort jeden Tag mehrere Kilometer zurück“, sagt Andreas Decker. Um das Verteilzentrum mit dem Hochregallager erstellen zu können, soll der im Winkel von Max-Leuze-Straße und der Straße „Im Gänsäcker“ gelegene Hallenteil abgerissen werden. Nach dem Umzug in den Neubau ist eine anderweitige Nutzung der übrigen Halle geplant. Öffentlich möchte Andreas Decker die Pläne noch nicht konkretisieren.

Er hofft, dass der Bauantrag spätestens Ende des Jahres eingereicht werden kann und der Bau, für den er ein Jahr ansetzt, im Frühjahr startet. Der angrenzende Shedbau ist von der Planung nicht tangiert, ebenso wenig der Altbau mit dem markanten Turm. Dort war früher die Baumwollspinnerei von Leuze textil untergebracht. „Beide Gebäude sind einsturzgefährdet und können nur noch abgerissen werden“, so Decker.

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