Lenninger Tal

Metabo empfängt Realschüler

Das Nürtinger Unternehmen und die Karl-Erhard-Scheufelen-Realschule kooperieren

Die Realschule Lenningen und das Nürtinger Unternehmen Metabo haben sich für eine Kooperation entschieden. Damit wollen sie den Schülern Einblicke in betriebliche Abläufe geben und sie an technische Ausbildungsberufe heranführen.

Die Nürtinger Firma Metabo und die Lenninger Realschule gehen von jetzt an einen gemeinsamen Weg.Foto: pr
Die Nürtinger Firma Metabo und die Lenninger Realschule gehen von jetzt an einen gemeinsamen Weg.Foto: pr

Lenningen. „1:0 für Lenningen“, kommentierte der IHK-Verantwortliche Ralf-Christian Litschke die Bildungspartnerschaft zwischen der Karl-Erhard-Scheufelen-Realschule Lenningen und der regionalen Vorzeigefirma Metabo. Nach über einjährigem Beschnuppern, Hospitieren und Teilnahmen an schulischen Veranstaltungen schien für beide Seiten die Zeit reif zu sein: Die Verbindung braucht einen offiziellen Rahmen. „Ich musste für die Zusammenarbeit mit Lenningen keinerlei Werbung machen“, fasst Marcus Vogel, der zuständige Personalreferent der Metabowerke, zusammen.

Die Rektorin der Realschule, Dunja Salzgeber, begrüßt vor allem die neuen Lernchancen für ihre Schützlinge: „Ich freue mich sehr, einen solch starken Partner für das Lenninger Tal gewonnen zu haben. Davon können alle nur profitieren.“

Für Metabo steht vor allem im Vordergrund, geeigneten Nachwuchs zu werben. Das sei im Moment eine große Herausforderung: „Gerade im technischen Bereich ist die Zahl der Bewerbungen in den letzten Jahren zurückgegangen“, skizziert Rainer Heilemann, der gewerbliche Ausbildungsleiter die Lage. Erst dieses Jahr seien wieder ansteigende Bewerberzahlen zu verzeichnen.

Momentan entscheidet sich ein Großteil der Realschüler gegen eine Ausbildung und für eine weiterführende Schule. Dass dieser Weg für einige Heranwachsende nicht der richtige ist, kann Litschke durch Erfahrungen bestätigen: „24- oder 25-Jährige sitzen dann nach ihrem Studienabbruch in unseren IHK-Seminaren und wollen eine Ausbildung beginnen.“ Dann seien aber schon wertvolle Jahre verstrichen.

„Heute wird leider der Schwerpunkt auf die Präsentation, statt auf die fachlichen Inhalte gelegt“, fasst Stefan Pratz, Produktionsleiter bei Metabo, seine Eindrücke zusammen. Sein Kollege Marcus Vogel lobt trotzdem die Arbeit des Lenninger Kollegiums: „Bisher waren wir mit den Lehrlingen aus Lenningen immer sehr zufrieden.“

Mit der Bildungspartnerschaft ist außerdem der Wunsch verbunden, die Firma Metabo als soliden Ausbildungsbetrieb zu verankern. Der erste Schritt ist bereits in Arbeit: Auszubildendenbotschafter sollen die Schüler über Inhalte und Abläufe ihrer Ausbildung informieren und für Fragen aller Art zur Verfügung stehen. pm

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