Lenninger Tal

Muss das sein?

Die Stadt am Fuße der Teck begrüßt Ankommende von allen Seiten mit Streuobstwiesen. Überall stehen voll behangene Bäume, und viele Äpfel liegen bereits am Boden und faulen langsam vor sich hin. Da liegt es doch nahe, den Besitzern der Stückle bei der Ernte und beim Auflesen unter die Arme zu greifen.

Nun stellt sich die Frage: Wenn es in Owen schon mehrere private Auflesemaschinen gibt, soll die Verwaltung die Gelder dann nicht lieber für andere naturschützende Projekte verwenden? Schließlich könnten sich ja die Landwirte gegenseitig aushelfen.

Die Idee der Gemeinschaft hört sich logisch und zukunftsweisend an, theoretisch durchführbar. Die Praxis bringt aber gleich mehrere Nachteile mit sich. Das Verleihen von Gegenständen, insbesondere von Landmaschinen, ist eine Sache für sich. Zumindest, wenn ein Schaden entsteht, ist dies der Gemeinschaft nicht zuträglich.

Somit ist klar: Die Anschaffung einer gemeindeeigenen Obstauflesemaschine dient der Dorfgemeinschaft, dem einzelnen Streuobstwiesenbetreiber und damit dem Erhalt der saftigen Wiesen mit Obstbäumen an der Teck. So leistet Owen einen wichtigen Beitrag für die Natur. Fazit: Ja, es muss sein!THOMAS KRYTZNER

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