Lenninger Tal

Nach der Ausbildung auf die Walz

Ehemalige Schüler der Lenninger Werkrealschule berichten von ihrer Ausbildung.

An der Werkrealschule ­Lenningen waren ehemalige Schüler zu Gast und erzählten den Siebtklässlern im Rahmen der Talkshow „Schule und was kommt dann?“ von ihrer ­Berufsausbildung. Die Veranstaltung gehört zum Berufsorientierungs-Konzept der WRS.

Aufmerksam hören die Siebtklässler den Berichten der Auszubildenden zu.Foto: privat
Aufmerksam hören die Siebtklässler den Berichten der Auszubildenden zu.Foto: privat

Lenningen. Zu Gast waren ehemalige Schüler, die alle noch in der Ausbildung sind: Diese waren: Patricia S. (Ausbildung beim Finanzamt), Natalie G. (Verwaltungsfachfrau auf dem Rathaus), Kai  K.  (Industriemechaniker), ­Marius K. (Industriemechaniker bei Elring-Klingler) und Robin S. (Maurer bei der Firma Schmid in Donnstetten). Moderiert wurde die Talkshow von den Siebtklässlern Amelie Vollmer und Michael Bender. Patricia, die eine Ausbildung im Finanzamt absolviert, bekam von der Tante einen Tipp für diese Ausbildungsstelle. Sie erinnert sich noch gut an die Situation ihres Vorstellungsgespräches und wie sie auch durch die Schülerfirma im Umgang mit Kunden geschult wurde. Etwas neidisch wurden die Schüler als sie hörten, dass Patricia ihren Dienst beginnen kann wann sie will.

Natalie ist im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Rathaus in Dettingen. Die Konrektorin der Werkrealschule hat sie auf die Idee gebracht sich hierfür zu bewerben. Im Rathaus durchläuft Nathalie alle Abteilungen vom Standesamt bis zur Kämmerei und kommt mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Im Großen und Ganzen findet Sie ihren Beruf okay, ob sie aber nach der Ausbildung auf dem Rathaus bleiben kann, ist noch unklar.

Robin, der mit seiner traditionellen Maurerkleidung beeindruckte, geht voll in seinem Beruf auf. Er mag es, draußen zu arbeiten. Handwerklich etwas Bleibendes zu schaffen, wo auch körperlicher Einsatz gefragt ist, gefällt ihm, und er ist gerne in seinem Beruf tätig. Nach der Ausbildung möchte er auf die Walz gehen und weitere berufliche Erfahrungen sammeln. Zunächst einmal im näheren europäischen Ausland, dann vielleicht auch Übersee. Nicht so weit in die Ferne zieht es Marius. Er kam durch das Praktikum in der 8. Klasse zu der Firma Elring-Klingler in Unterlenningen. Fürs Erste möchte er sich auf einen guten Abschluss in seiner Ausbildung konzentrieren. Danach kann er sich auch vorstellen, langfristig einen Weg mit seiner Firma zu gehen und sich weiterzuentwickeln, denn Marius fühlt sich hier richtig wohl und kann sich derzeit keinen besseren Beruf für sich vorstellen.

Auch Kai ist sich vollkommen sicher, dass er den richtigen Beruf erlernt. Er tritt als Feinmechaniker in die Fußstapfen seines Großvaters, der auch einmal als Metaller gearbeitet hat. Damals hieß der Beruf allerdings noch Schmied. Er beeindruckte die Schüler auch mit professionellen Videopräsentationen und einem Präzisionswerkzeug seiner Firma, das er den Schülern vorstellte.

Auch interessierte die Schüler, ob die Ehemaligen schon eine eigene Wohnung haben, doch es leben alle noch gerne im „Hotel Mama“. Auch wenn durch die Ausbildung nicht mehr so viel Freizeit vom Tag übrig bleibt, selber verdientes Geld hat auch seinen Reiz und da wollen die Gäste auf keinen Fall mehr tauschen. Marie-Theres Klopfer und Andreas Röcker / Klasse 7a

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