Lenninger Tal

Nachzahlungen erfreuen die Owener

Im Haushaltsplan 2015 plante Stadtkämmerin Manuela Unzeitig noch einen Verlust von über 100 000 Euro. Jetzt sorgen Nachzahlungen für Freude.

THOMAS KRYTZNER

Owen. Eine Differenz von rund einer Million Euro gibt es bei den Gemeinden im Landkreis nicht alle Jahre. Desto freudiger nahm der Rat die Zahlen aus dem Kämmereihaushalt zur Kenntnis. Die Fachbeamtin fürs Finanzwesen, Manuela Unzeitig, erklärte die ungeplante Differenz mit Nachzahlungen aus der Gewerbesteuer aus vergangenen Jahren. Einige Steuerprüfungen haben den Geldsegen von zusätzlich über 460 000 Euro ermöglicht.

Aber auch die Mehreinnahmen bei der Einkommenssteuer trugen mit 350 000 Euro zusätzlich zum überraschenden Ergebnis bei. Infolge diverser Sparmaßnahmen in der Gemeinde und Verschiebungen von Projekten konnte der budgetierte Verlust in einen satten Gewinn umgewandelt werden.

Die Teckstadt hat ein Vermögen von rund 22,5 Millionen Euro. Der größte Teil besteht aus Sachanlagen. „Allerdings“, so Manuela Unzeitig, „führten die hohen jährlichen Abschreibung zu einer Vermögensminderung von 450 000 Euro.“ Auf den Geldreserven kann sich Owen nicht ausruhen. In 2016 erwartet die Kämmerin einen Fehlbetrag von über 410 000 Euro. „Somit muss der Rücklagenbestand zur Deckung des Minusbetrags in Anspruch genommen werden.“ Ungeachtet des besseren Jahresergebnisses ist, gemäß Manuela Unzeitig, weiter mit Fehlbeträgen zu rechnen.

„Daher ist es zwingend erforderlich, die Defizite in der Struktur genauer zu überprüfen und notfalls auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.“ Genau diese Mahnung im Haushaltsbericht stört Stadträtin Sibylle Schmid-Raichle: „Jetzt haben wir durch Mehreinnahmen bei der Steuer ein gutes Ergebnis erzielt und sprechen bei den Maßnahmen erneut von Steuererhöhungen.“

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