Lenninger Tal

Neuer Bully spurt auf der Alb

Ein hochmodernes Fahrzeug soll den Langläufern beste Bedingungen sichern

Die Loipen des Kreises werden von einem neuen Bully präpariert. Pünktlich zum Schneefall trat das Gefährt in Dienst.

Wenn öfter so stark Schnee fällt wie vor gut einer Woche, lohnt sich die Investition in den Bully.Foto: Jean-Luc Jacques
Wenn öfter so stark Schnee fällt wie vor gut einer Woche, lohnt sich die Investition in den Bully.Foto: Jean-Luc Jacques

Lenningen. Der Vorsitzende des Vereins für Naherholung Schwäbische Alb, Landrat Heinz Eininger, nahm die Schlüssel für den neuen Pistenbully „Paana“ von Tobias Kirsamer von der Firma Kässbohrer aus Laupheim in Empfang. „Jetzt hält die neu-este Technik Einzug auf der Schopflocher Alb“, sagte Eininger. Im Gegensatz zu dem betagten Pistenbully aus dem Jahr 1971, der seither vor Ort im Einsatz und in den letzten Jahren immer wieder ausgefallen war, können künftig zuverlässig in einer hervorragenden Qualität die Loipen gespurt werden.

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Bei dem Bully handelt es sich um ein Vorführgerät, das der Verein für Naherholung Schwäbische Alb für 110 000 Euro erworben hat. Die Investition wurde ohne staatliche Zuschüsse gestemmt; ein Glücksfall waren eine Einzelspende an den Verein in Höhe von 40 000 Euro sowie Kleinspenden in Höhe von zusammen 5 000 Euro. Der verbleibende Betrag war dennoch ein Kraftakt für den Verein.

Aufgrund der Bedeutung der Loipen im Landkreis für Wintersportler und Naherholungssuchende wurde die Investition einstimmig beschlossen. „Damit können wir für die nächsten 20 Jahre ein touristisch attraktives Angebot aufrechterhalten, vorausgesetzt, dass wir genügend Schnee bekommen“, erklärte Landrat Eininger. „Über Spenden für den laufenden Betrieb des Pistenbullys würden wir uns auch zukünftig freuen.“

Der neue Paana besitzt eine Schneefräse mit Glättebrett und einzeln aushebbaren Spurplatten. Neben den gewohnten klassischen Loipen kann mittelfristig auch eine Skatingloipe präpariert werden, wenn sich die örtlichen Gegebenheiten dazu eignen. Für den Einsatz des neuen Geräts waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Hierzu mussten auf der Trasse der Asch-Loipe Wege ausgebessert und auch der ein oder andere Baum im Wald gefällt werden. Die Privatwaldbesitzer haben die Maßnahme mitgetragen.

Nun sind die Ranger Martin Gienger und Manfred Hiller sowie Landschaftspfleger Daniel Devaux am Zug, sie müssen sich jetzt in die neuen technischen Möglichkeiten einarbeiten und Erfahrungen sammeln. Auch mit dem neuen Gerät bleiben die Mitarbeiter auf ausreichende Schneehöhen angewiesen, um Top-Loipen präsentieren zu können.tb

Infos zu den Loipen sowie eine Karte gibt es unter http://www.landkreis-esslingen.de/wintersport. Die Telefonhotline hat die Nummer 0 70 26/9 50 12 28.