Lenninger Tal

„Nichts ist wichtiger als das Gespräch“

Die neue Stellvertreterin des Esslinger Landrats und Erste Landesbeamtin im Interview

Als Bergsteigerin strebt Marion Leuze-Mohr in ihrer Freizeit gern nach oben. Beruflich ist sie im Landkreis Esslingen an zweithöchster Stelle angelangt. Seit Anfang Juli ist die 51-jährige Juristin die Stellvertreterin des Landrats und Erste Landesbeamtin. Sie ist verantwortlich für die Bereiche Bauen und Umwelt, ÖPNV und Katastrophenschutz. Und als Kommunalaufsicht kann sie das Verhalten der Bürgermeister überprüfen.

Im Ballungsraum hat der Naturschutz einen besondern Stellenwert, das hat Marion Leuze-Mohr in ihrer neuen Position schnell festg
Im Ballungsraum hat der Naturschutz einen besondern Stellenwert, das hat Marion Leuze-Mohr in ihrer neuen Position schnell festgestellt. Foto: Bulgrin

Ihr Vorgänger Matthias Berg hatte elf olympische Goldmedaillen vorzuweisen – wie viele bringen Sie mit?

Gibt es eine Sportart, die Sie gerne machen?

Sie sind also nicht nur dienstlich am Thema Natur interessiert?

Jetzt sind Sie im fünften Stock angelangt, als Erste Landesbeamtin. Mit diesem Titel können vermutlich viele Menschen wenig anfangen. Was verbirgt sich dahinter?

Hinter dem Titel Erste Landesbeamtin verbirgt sich eine Doppelfunktion.

Sie waren schon 2004 bis 2007 in Schwäbisch Hall Erste Landesbeamtin. Warum machen Sie diesen Job noch einmal in einem anderen Landkreis?

Was hat Sie privat nach Esslingen geführt?

Uomo Morto.

Warum hat Esslingen gepasst?

Baugenehmigungen sind ein Bereich Ihres Dezernats. Im Ballungsraum ist das konfliktträchtig. Wie viel Spielraum haben Sie da?

Und deswegen haben Sie alle gegen sich . . .

Haben Sie eine besondere Strategie, wie Sie in Konfliktsituationen handeln?

Schaffen Sie das, draußen die Situation anzuschauen, oder entscheiden Sie oft nach Aktenlage?

Nichts ist wichtiger als das Gespräch, sagen Sie. In Ihrem Lebenslauf habe ich eine Veröffentlichung zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ entdeckt. Gehen Frauen anders an Gespräche ran?

Der öffentliche Personennahverkehr gehört zu Ihrem Revier und spielt im Ballungsraum eine wichtige Rolle. An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

Sind Sie auch mit der Unterbringung der Flüchtlinge befasst?

Zur Person

Marion Leuze-Mohr ist 1964 in Heidenheim geboren. Abitur in Schwäbisch Gmünd, Jurastudium in Tübingen. 1992 bis 1995 im Landratsamt Hohenlohekreis (Leiterin Rechtsamt und Umweltschutzamt), 1995 bis 2001: Regierungspräsidium Stuttgart (Referat Landespolizeidirektion und persönliche Referentin des Regierungspräsidenten). 2001 bis 2004: Innenministerium. In dieser Zeit war sie auch Lehrbeauftragte an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen. 2004 bis 2007: Erste Landesbeamtin im Landkreis Schwäbisch Hall. 2007 bis 2011: Regierungspräsidium Stuttgart. Bis Juni 2015: Innenministerium (Leiterin Referat Personal)

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