Lenninger Tal

Raum für Kopfkino und Magie

Thomas Faltin schreibt, was ihm das „Wunderland“ Schwäbische Alb diktiert

Thomas Faltin beim lebendigen „Geschichtsunterricht“ in der Owener Bernhardskapelle. Foto: Jean-Luc Jacques
Thomas Faltin beim lebendigen „Geschichtsunterricht“ in der Owener Bernhardskapelle. Foto: Jean-Luc Jacques

Owen. Im Heiligental, das dem Lenninger Tal nachempfunden ist, gehen seltsame Dinge vor sich: Wilderer töten die letzten Luchse und ein

Carla schulz

geplanter Staudamm soll das Tal vernichten. Auch die keltischen Krieger aus einer längst vergangenen Zeit spielen eine große Rolle. Die Söhne des Försters, Arthur und Julius, setzen alles daran, den Wald und die Luchse zu schützen und bringen sich dabei selbst in Gefahr. Wer wirklich hinter den zerstörerischen Machenschaften steckt, soll sich an Samhain zeigen, wenn nach keltischem Glauben die Toten für eine Nacht aus der Anderswelt zurückkehren.

„Die Nacht von Samhain – Der Kampf um den heiligen Bund der Kelten“ ist Thomas Faltins erster Roman. Als Autor und Journalist hat er in den vergangenen Jahren nicht nur unzählige Zeitungsartikel, sondern auch sieben Sachbücher mit meist historischem Kontext veröffentlicht. In seinem neuesten Buch erzählt der Autor von den Abenteuern zweier Jungen und der Verbindung zwischen Mensch, Tier und der Natur. Um einen bekannten und real existierenden Zugang zu seiner Geschichte zu schaffen, sind Owen, im Buch „Auen“ genannt, und die Gegend unterhalb der Burg Teck wichtige Schauplätze. In den Gemäuern der Bernhardskapelle, die auch in der Geschichte von großer Bedeutung ist, konnten sich Leser und Leserinnen nun verzaubern lassen.

Thomas Faltins Roman spielt in einer faszinierenden „Anderswelt“. Ragnar, der letzte überlebende Luchs, kann sprechen, und die untoten Kelten leben aus der Glut, die sie in kleinen Kästchen am Gürtel tragen. Eine abenteuerliche Reise durch die Zeiten. Eine Mischung aus historischen Fakten und echtem Naturwissen mit einem Hauch von magischer Fantasie.

Während sich die Abenteuergeschichte verlangsamt, möchte der Autor dazu anregen, über die Bedeutung von Werten nachzudenken. Ohne dabei „zu akademisch oder zu philosophisch zu werden“.

Zunächst schrieb Thomas Faltin „Die Nacht von Samhain“ als Abenteuergeschichte für die eigenen Kinder, nach dem Vorbild von David Friedrich Weinlands „Rulaman“. Eine Veröffentlichung war zu dieser Zeit nicht geplant. Doch es kam anders. Mittlerweile musste er feststellen, „dass ein Buch für alle Lebensalter entstanden ist, an dem Jugendliche und Erwachsene Spaß haben“. Einige der Leser und Leserinnen würden das symbolträchtige Buch sogar als eine Art „Heimatbuch“ beschreiben. „Eigentlich ist dieses Buch zum Weglegen bestimmt“, erklärt der Autor. Es soll zum Rausgehen animieren und die Liebe zur Natur wieder wachkitzeln.

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